Rund 50 Jahre lagen die Abzüge bei Hanns Kirchhof in Waldböckelheim
BAD KREUZNACH. „Das Haus ist voller Fotos“. Rolf Schaller ist bei seinen Besuchen von Hanns Peter Kirchhof in Waldböckelheim immer wieder aufs Neue beeindruckt. Auch mit seinen 93 Jahren ist Kirchhof noch Fotograf aus Leidenschaft. Nun hat er Schaller aus seinem großen Fundus Fotos mitgegeben, die er dem Stadtarchiv Bad Kreuznach geschenkt hat. Abzüge von Fotos über die Gebrüder Baruch, über 20 an der Zahl, fast 100 Jahre alt.
Die Fotos, von denen Hanns Kirchhof Abzüge machte, stammen von Hans-Jörg Giernoth (1948-2011). Giernoth war lange Jahre Vorsitzender der „Alten Kreuznacher Athleten“, die einst mit den Baruchs zum ASV Bad Kreuznach gehörten. Anfang der 90er-Jahre war Giernoth Abteilungsleiter der Ringer im VfL 1848 Bad Kreuznach und machte sich um die Schwerathletik im Rheinland sehr verdient.
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Die Motive sind vielfältig: Porträtfotos von Julius und Herman Baruch, Aufnahmen in der Autowerkstatt von Julius Baruch, von Ringerkämpfen der beiden sehr erfolgreichen Sportler des ehemaligen ASV Kreuznach in den 1920er-Jahren. „Die Bilder geben interessante Einblicke in den Alltag der Baruchs und vermitteln Eindrücke des Kampfsportes unter freiem Himmel in Zeiten der französischen Besatzung in Bad Kreuznach von 1918 bis 1930“, so Stadtarchivarin Franziska Blum-Gabelmann.
Nach den Brüdern Julius und Hermann ist eine Straße benannt, an die jüdischen Familie Baruch, Opfer des Nationalsozialismus erinnern Stolpersteine vor dem ehemaligen Wohnhaus und der Garagenwerkstatt in der Hochstraße 38.





