StartBlaulicht ReportExplosion reißt Hauswand weg – Vier Verletzte in Bosenheim

Explosion reißt Hauswand weg – Vier Verletzte in Bosenheim

BAD KREUZNACH-BOSENHEIM. Eine gewaltige Explosion gefolgt von einem Gebäudebrand hat in der Nacht zum Sonntag, dem 9. November, die Anwohner der Hackenheimer Straße in Bad Kreuznach-Bosenheim aus dem Schlaf gerissen und einen Großeinsatz der Rettungskräfte ausgelöst.
Gegen 23.30 Uhr alarmierten besorgte Anwohner und Passanten die Notrufzentrale. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bot sich ein dramatisches Bild: Ein Fenster im Erdgeschoss fehlte, und eine männliche Person mit schweren Brandverletzungen lag vor dem stark beschädigten Mehrfamilienhaus.

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Mutige Rettung aus den Flammen
Dank des schnellen und beherzten Eingreifens von Hausbewohnern und zwei zufällig in Zivil anwesenden Feuerwehrleuten – die bereits wegen eines lauten Knalls geeilt waren – konnte Schlimmeres verhindert werden. Eine bettlägerige Person wurde noch vor Eintreffen der offiziellen Verstärkung auf einer Decke liegend aus dem ersten Obergeschoss ins Freie gebracht. Alle anderen Hausbewohner schafften es, das Gebäude selbstständig zu verlassen.

Der Brandherd befand sich im ersten Obergeschoss links. Die Wucht der Detonation war so stark, dass die Hauswand der linken Seite vom Erdgeschoss bis zum ersten Obergeschoss in den Garten stürzte.
Sofort drangen zwei Trupps der Feuerwehr unter Atemschutz mit C-Rohren zur Brandbekämpfung in das Gebäude vor und durchsuchten es nach weiteren Personen. Ein weiterer Trupp erkundete den Keller.

Mitten im Chaos gab es auch Momente der Erleichterung: Eine schwarze Katze mit dem Namen Mio wurde unter einer Couch im ersten Obergeschoss entdeckt und unverletzt ihrer überglücklichen Besitzerin übergeben. Im weiteren Verlauf des Einsatzes konnte auch noch ein Meerschweinchen in Sicherheit gebracht werden.

Die Person mit den schweren Brandverletzungen wurde umgehend in eine Spezialklinik eingeliefert. Drei weitere Personen erlitten leichte Verletzungen und wurden in umliegenden Krankenhäusern behandelt. Alle übrigen Bewohner blieben körperlich unversehrt.

Die Ursache für den verheerenden Knall und die daraus resultierenden Schäden ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Ein Bausachverständiger des THW war vor Ort, um das Ausmaß der Gebäudeschäden zu beurteilen.

Das Haus ist derzeit unbewohnbar. Die betroffenen Bewohner konnten nicht in ihre Wohnungen zurückkehren und wurden allesamt anderweitig untergebracht, nachdem sie sich zwischenzeitlich im Gemeinderaum aufhalten konnten.
Nach rund zwei Stunden konnten die meisten der über 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr abrücken. Die Wehrleute des Löschbezirks Ost blieben zur Sicherung und für Nachlöscharbeiten mit der Einsatzleitung noch vor Ort.

Weitere Fotos von der Einsatzstelle:


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