NAHELAND/BAD KREUZNACH. Ein besonderer und gleichzeitig wehmütiger Abend fand am Samstag, 9. November, in der Pop-Up-Weinhandlung in der Mannheimerstraße statt. Dort wurden die amtierende Naheweinkönigin Zoe Keller de Almeida Soliz und ihre Prinzessin Laura Ludwig in einer feierlichen Zeremonie von ihrem Amt verabschiedet.
Da es zum Stichtag keine Bewerbungen gab, fielen die übliche Wahl und Krönung für das kommende Amtsjahr aus. Im Fokus des Abends standen daher die herausragenden Leistungen der scheidenden Majestäten.
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„Die beiden Weinmajestäten sollen für ihre Leistung eine gebührende Verabschiedung bekommen“, betonte Anja Moser, die Vorsitzende von Weinland Nahe, und würdigte das Engagement der jungen Frauen.
Herkunft ist nicht entscheidend
Moser hob hervor, dass die Kölnerin Zoe Keller de Almeida Soliz eindrucksvoll bewiesen habe, dass die Herkunft nicht ausschlaggebend sei, um die Region und den Wein „mit Herz und Blut“ zu repräsentieren und zu leben. Prinzessin Laura Ludwig wiederum habe ihr Amt mit besonderem Stolz ausgeführt und ihre berufliche und politische Laufbahn mit der Liebe zur Region und ihren Winzern verbunden. „Beide gaben ihrem Amtsjahr 2025 eine besondere Note“, so Moser.
Gemeinsam mit den Gästen blickten Königin und Prinzessin auf ein ereignisreiches Jahr voller Begegnungen und spannender Auftritte zurück.

Ein Höhepunkt des Entkrönungsabends war die von ihnen selbst gestaltete Masterclass zur Rebsorte Riesling, die sie zusammen mit dem bekannten Weininfluencer und Sommelier Toni Askitis durchführten. Mit profundem Fachwissen und ansteckender Begeisterung stellten die Majestäten einmal mehr ihre Kompetenz als Repräsentantinnen des Naheweins unter Beweis.
Die Krone als „Eisbrecher“
Trotz der Kritik am Amt selbst, verteidigten die beiden die Rolle der Krone. „Die Krone ist schon ein Toröffner und man wird angesprochen“, stellte die scheidende Naheweinkönigin Zoe Keller de Almeida Soliz fest, ergänzte aber augenzwinkernd: „Gegen eine Kette hätte ich aber auch nichts einzuwenden.“
Für Prinzessin Laura Ludwig war die Krone ein Eisbrecher. „Man kommt sehr schnell mit Leuten in Kontakt. Das Amt steht zwar in der Kritik, aber ich stehe dazu und es ist wichtig, die Weingüter zu repräsentieren. Ich bin für Team Krone“, bekräftigte Ludwig.
Überraschung: Die Majestäten-Allianz der Ehemaligen
Nachdem die Majestäten ihre Kronen symbolisch auf einem Kissen niedergelegt hatten, sorgte Weinland-Nahe Geschäftsführerin Lara Mindnich für eine Überraschung. Da es für die nächsten zwölf Monate keine neuen Majestäten gibt, haben sich zahlreiche ehemalige Naheweinmajestäten aus den letzten Jahrzehnten bereit erklärt, Termine für Weinland Nahe wahrzunehmen und den Wein weiter zu bewerben.

„Diese einmalige Form der Repräsentation hat es bisher noch nie gegeben. Ein starkes Zeichen für das Miteinander, die Verbundenheit und das Engagement innerhalb der Nahe Region“, so Mindnich.
Der Abend machte eindrucksvoll deutlich, wie viel Herzblut, Wissen und Begeisterung in der Arbeit der Naheweinmajestäten steckt. Zugleich wurde spürbar, dass der Nahewein dank dieser einzigartigen Initiative der Ehemaligen auch im kommenden Jahr mit Leidenschaft vertreten sein wird.
Weitere Informationen zu den Buchungen der ehemaligen Naheweinmajestäten gibt es telefonisch bei Weinland Nahe, Telefon: 0671 – 834050.
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