BAD KREUZNACH. 30 Grad im Schatten – und für den Nachmittag ist noch mehr zu erwarten. Glück, wer da ein Plätzchen im Grünen oder im klimatisierten Büro hat. Menschen, die auf der Straße leben, sind der Hitze in besonderem Maße ausgesetzt: Pflaster, Asphalt, Beton und wenig Begrünung und Schatten in der Innenstadt. Einen kühlen Rückzugsort zu finden, ist nicht einfach. „Große Hitze ist genauso lebensbedrohlich wie Kälte“, sagt Dieter Haufe vom Sozialdienst der Wohnungslosenhilfe der Stiftung kreuznacher diakonie.
Er und einige Kolleginnen sind daher in der größten Hitze mit Wasserflaschen ausgestattet zu den Hotspots in Bad Kreuznach, vom Kornmarkt über den Bahnhof bis zur Bosenheimer Straße gegangen, wo sie Wasser und ein paar gute Tipps verteilten. Auffüllen kann man die Flaschen beispielsweise am Brunnen auf dem Kornmarkt; auch im Tagesaufenthalt in der Reling, Baumgartenstraße, bekommt man Getränke. Für Frauen gibt es den Anlaufpunkt „Café Bunt“ in der Kurhausstraße.
„Wir haben viele Menschen angesprochen, die waren auch dankbar dafür“, sagt Dieter Haufe. Da die Aktion gut ankam, wird die Wohnungslosenhilfe sie wiederholen.
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