Mit praxisnahem Onboarding ins Berufsleben
SIMMERN. Ein neuer Rekord: Noch nie haben in Simmern so viele junge Menschen gleichzeitig eine Pflegeausbildung begonnen wie in diesem Jahr. 47 Auszubildende zwischen 16 und 50 Jahren sind am 1. August 2025 in ihr erstes Lehrjahr bei der Stiftung kreuznacher diakonie gestartet – 29 davon in die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann, 18 in die einjährige Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegehilfe oder Altenpflegehilfe. Das theoretische Wissen erwerben die Auszubildenden an der stiftungseigenen Pflegeschule sowie an drei kooperierenden Berufsbildenden Schulen in der Region. Die praktische Ausbildung erfolgt in den Diakonie Kliniken Hunsrück, in den Senioreneinrichtungen Dr. Theodor Fricke- und Pfarrer Kurt Velten-Altenpflegeheim sowie bei den Diakonie-Sozialstationen auf dem Hunsrück.
Bevor es in die Einrichtungen und in den Schulalltag geht, wurden die Azubis in einer einwöchigen Onboarding-Phase herzlich willkommen geheißen – mit einem gut organisieren Programm, das ganz nah an der Praxis war.
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„Unser Ziel ist es, den jungen Menschen Sicherheit und Orientierung zu geben – und gleichzeitig die Freude an ihrem neuen Beruf zu wecken“, sagt Praxiskoordinatorin Franziska Krämer, die gemeinsam mit Pflegepädagogen, Praxisanleiterinnen und Azubis im zweiten und dritten Lehrjahr die Woche vorbereitet hat.
Das Programm war bunt gemischt: Neben Rundgängen durch die Klinik, Vorträgen zu Arbeitssicherheit und Datenschutz, Hygieneschulungen und der Einführung in die benötigten IT-Systeme standen viele praktische Übungen auf dem Plan. Etwa beim Mobilisieren von Menschen mit Pflegebedarf, konnten die Azubis erleben, wie sich die Fortbewegung an Gehstöcken oder im Rollstuhl anfühlt. Erste Erfahrungen mit Körperpflege machten sie ebenfalls – etwa beim gegenseitigen Üben des Zähneputzens. Auch Erste-Hilfe-Maßnahmen und das Messen von Blutdruck und Puls stand schon in der ersten Woche auf dem Stundenplan. Ein besonderes Highlight: der „Schnupper-Frühdienst“ auf Station, bei dem die Auszubildenden zum ersten Mal die examinierten Pflegefachpersonen bei der morgendlichen Pflege-Routine begleiteten.
„Ich wusste vorher nicht so genau, was auf mich zukommt“, erzählt Veronique B. (16), die die einjährige Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegehelferin macht. „Aber durch die Onboarding-Woche fühle ich mich jetzt gut vorbereitet.“ Ihre Mit-Azubine Victoria B. hat schon klare Ziele: „Ich will später in der Notfall- oder Intensivpflege arbeiten und die Weiterbildung zur Praxisanleiterin machen.“ Von der gut durchdachten Einführung sind die Auszubildenden begeistert. „Es ist sehr viel Input, macht aber auch viel Spaß,“ sagt die 19-jähige Jasmin P.
Abgeschlossen wurde die Woche mit einem gemeinsamen Gottesdienst, den Pfarrerin Edeltraud Lenz gestaltet hat – als ruhiger, gemeinsamer Moment vor dem Start in den Pflege-Alltag.
Ausbildung mit Perspektive und vielen Möglichkeiten
Die generalistische Pflegeausbildung qualifiziert für den Einsatz in allen Versorgungsbereichen – im Krankenhaus, in der ambulanten oder stationären Kurz- und Langzeitpflege, bei Menschen jeden Alters. Auch die einjährige Pflegehilfeausbildung legt ein stabiles Fundament für einen verantwortungsvollen Beruf mit Zukunft.
„Wir freuen uns, dass sich so viele junge Menschen für die Pflege entscheiden“, sagt Pflegedirektorin Daria Joanna Ricke, die in den Diakonie Kliniken Hunsrück gleich 33 neue Auszubildende begrüßt. „Sie übernehmen eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe – und wir begleiten Sie dabei mit viel Engagement, Herz und einem starken Ausbildungsteam.“
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