Dickes, Rubly und Guth betonen Bedeutung bedarfsgerechter Gesundheitsversorgung für die „Alte Welt“ in Schreiben an Gesundheitsminister und Geschäftsführung des Landeskrankenhauses
MEISENHEIM. Landrätin Bettina Dickes (CDU) hat in einem Schreiben an den zuständigen Minister Clemens Hoch (SPD) und den Geschäftsführer des Landeskrankenhauses Dr. Alexander Wilhelm ihren Dank zum Ausdruck gebracht, dass das Krankenhaus in Meisenheim nach einem erfolglosen Interessenbekundungsverfahren unter dem Dach des Landeskrankenhauses weitergeführt wird. In dem Brief, den sie auch im Namen der Landräte Rainer Guth, Landkreis Donnersbergkreis und Otto Rubly (CDU), Landkreis Kusel verfasste, betont sie die herausragende Bedeutung des Klinikums für den Standort Meisenheim und die gesamte Region „Alte Welt“.
„In einer strukturschwachen Region mit einer älter werdenden Bevölkerung ist ein Krankenhaus ein bedeutender Standortfaktor“, heißt es in dem Schreiben. Die Landrätin weist darauf hin, wie entscheidend eine bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung für die Zukunftsfähigkeit der „Alten Welt“ sei.
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Auch wenn das Krankenhaus durch den Sicherstellungszuschlag nicht in seiner Existenz bedroht sei, müsse aus Sicht der Landkreise eine Weiterentwicklung des medizinischen Angebots Rücksicht auf die demografische Entwicklung und die Bevölkerungsstruktur nehmen. Eine funktionierende Gesundheitsversorgung sei zudem ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen bei der ohnehin schon schwierigen Rekrutierung von Fachpersonal in und um Meisenheim. Das starke Engagement der Bürgerinitiative gegen den geplanten Trägerwechsel zeige deutlich, wie identitätsstiftend das Krankenhaus und sein angegliedertes medizinisches Versorgungszentrum für die Menschen vor Ort sei.
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Die Landrätin verweist in ihrem Schreiben auch auf die Anstrengungen, die die Landkreise bereits ergriffen haben: „Als wichtige Eckpunkte im Rahmen der Daseinsvorsorge haben wir als Landkreise unsere Hausaufgaben gemacht und für eine gute Erreichbarkeit des Klinikums mit öffentlichen Verkehrsmitteln gesorgt.“ Über Wirtschaftsförderung und Initiativen wie „Soogesund“ und „Ärzte für die Westpfalz“ würden zudem im Gesundheitsbereich Impulse für die Gewinnung von Fachpersonal gesetzt und private Initiativen zur Förderung von niedergelassenen Ärzten über Studienstipendien unterstützt.
Die Landrätin bietet im Namen aller drei Landräte der „Alten Welt“ an, die Weiterentwicklung des Standortes konstruktiv zu begleiten, beispielsweise durch die Veröffentlichung von Stellenangeboten für medizinisches Personal auf den Plattformen der Landkreise. Die Landräte stehen für weitere Gespräche zur Verfügung.






