Omas for Future besuchten das Museum „Nahe der Natur“ in Staudernheim
STAUDERNHEIM. Die Regionalgruppen der Omas for Future aus dem Kreisgebiet unternahmen einen inspirierenden Ausflug zum Museum Nahe der Natur in Staudernheim. Im Mittelpunkt des Besuchs standen die ökologische Bedeutung von Moosen, die biologische Vielfalt und die Frage, wie wir unsere natürlichen Lebensgrundlagen bewahren können.
Den Auftakt der Führung bildete der Besuch der historischen Schmiede, in der die Geschichte des Ortes lebendig wurde. Die Teilnehmerinnen erhielten eindrucksvolle Einblicke in die handwerkliche Vergangenheit Staudernheims und erfuhren Wissenswertes über den Sandsteinabbau, der die Region über Jahrhunderte prägte.
Anschließend führte Frau Altmoos die Gruppe durch den liebevoll angelegten Moosgarten. Mit großer Sachkenntnis und Begeisterung brachte sie den Besucherinnen die faszinierende Welt der Moose näher. Moose – oft übersehen und unterschätzt – sind wahre Überlebenskünstler. Sie wachsen auf kargen Böden, speichern Wasser wie ein Schwamm und bieten Lebensraum für zahlreiche Kleinstlebewesen. Als Pioniere der Vegetation besiedeln sie Felsen, Mauern und Waldböden und tragen zur Humusbildung bei. Ihre Fähigkeit, Schadstoffe aus der Luft zu filtern, macht sie zu natürlichen Bioindikatoren für Luftqualität und Klimaveränderungen.
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Im Anschluss ging es weiter in den Schmetterlingsgarten, wo die farbenfrohe Vielfalt heimischer Falter bestaunt werden konnte. Die zarten Insekten sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch unverzichtbare Bestäuber, wie auch Nahrung, ob als Falter oder Raupe, für zahlreiche Vogelarten. Ihre Präsenz ist ein Zeichen für intakte Lebensräume – doch viele Arten sind durch den Verlust von Wildblumenwiesen und den Einsatz von Pestiziden bedroht. Der Garten zeigte eindrucksvoll, wie selbst kleine Flächen durch gezielte Bepflanzung zu wertvollen Rückzugsorten für Insekten werden können.
Zum Abschluss des erkenntnisreichen Nachmittags versammelten sich die Teilnehmenden bei Kaffee und Kuchen im Grünen. In angeregten Gesprächen wurde deutlich: Der Schutz der biologischen Vielfalt beginnt im Kleinen – im eigenen Garten, auf dem Balkon oder durch bewusste Konsumentscheidungen. Besonders eindrucksvoll war der Gedanke einer Teilnehmerin der AG Insektenfreundliche Friedhöfe:
„Eigentlich könnte jede Stadt und jedes Dorf einen Hotspot der biologischen Vielfalt haben – wenn man Friedhöfe nicht mit den üblichen Pflanzen, sondern mit Wildkräutern wie im Schmetterlingsgarten bepflanzen würde.“
Während der gemütlichen Kaffeerunde nutzten einige Teilnehmerinnen die Gelegenheit, den zum Museum gehörenden alten Steinbruch auf eigene Faust zu erkunden – ein Ort, an dem sich Natur und Kulturgeschichte auf eindrucksvolle Weise begegnen.
Omas for Future setzt sich mit Herz und Verstand für eine lebenswerte Zukunft ein – für Kinder, Enkel und kommende Generationen. Wer mehr erfahren möchte melde sich bitte über bad-kreuznach@omasforfuture.de oder 0170-9496094





