KREIS BAD KREUZNACH. Die Kreisverwaltung Bad Kreuznach hat heute die Abschiebung eines gewalttätigen afghanischen Flüchtlings bekannt gegeben. Der Mann, der zeitweise in einer Notunterkunft in Windesheim untergebracht war und sich zuletzt in Abschiebehaft befand, wurde am heutigen Freitag in einer koordinierten Aktion der beteiligten Behörden nach Kabul ausgeflogen. Der Abschiebeflug startete am Morgen in Leipzig.
Der Fall des Afghanen hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, insbesondere aufgrund der hohen Kosten für seine Bewachung. In der Notunterkunft in Windesheim musste der Flüchtling rund um die Uhr überwacht werden, was monatliche Kosten von rund 40.000 Euro verursachte.
Nach eigenen Angaben hatte der Abgeschobene Afghanistan am 20. August 2021 verlassen. Seine Reise führte ihn über Iran, die Türkei, Griechenland, Albanien, Montenegro, Bosnien, Kroatien, Slowenien und Österreich nach Deutschland, wo er Anfang 2023 einen Asylantrag stellte. Am 9. Januar 2023 wurde er dem Landkreis Bad Kreuznach zugewiesen und war zunächst in einer Wohnung und später wieder in der Notunterkunft untergebracht. Seit Anfang April dieses Jahres befand er sich aufgrund einer richterlichen Anordnung in Abschiebehaft. Sein Asylantrag wurde am 31. Oktober 2024 abgelehnt, die Rechtskraft trat am 23. November 2024 ein.





