StartNachrichtenKreis Bad KreuznachKrisentreffen: Politik fordert schnelle Lösung für Bad Kreuznacher Alarmierungsengpässe

Krisentreffen: Politik fordert schnelle Lösung für Bad Kreuznacher Alarmierungsengpässe

KREIS BAD KREUZNACH. Die seit Januar für den Kreis Bad Kreuznach zuständige Interims-Integrierte-Leitstelle in Mainz steht weiterhin in der Kritik: Insbesondere aus dem Brand- und Katastrophenschutz häufen sich Berichte über lange Alarmierungszeiten und organisatorische Schwierigkeiten.

Wie die Kreisverwaltung heute mitteilte, sei es derzeit technisch nicht möglich, eine Nachalarmierung oder den Abbruch eines Einsatzes nach einem Fehlalarm im Landkreis Bad Kreuznach über die Interims-Leitstelle umzusetzen.
Angesichts dieser besorgniserregenden Situation fand am Mittwoch, dem 9. Juli, ein intensiver Austausch zwischen den Verantwortlichen statt. Auf der einen Seite nahmen Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) Alexander Roßkopf, sein Stellvertreter Holger Schmidt und Landrätin Bettina Dickes (CDU) teil. Auf der anderen Seite waren Vertreter des Landkreises Mainz-Bingen, als zuständige Rettungsdienstbehörde, um Dezernent Dr. Stefan Cludius anwesend.

Schnelle Lösungen und Struktur-Optimierung gefordert
Nach einer umfassenden Situationsanalyse waren sich alle Beteiligten einig, dass die vorhandenen technischen Probleme in der Interims-Integrierten-Leitstelle schnellstmöglich gelöst werden müssen. Gleichzeitig wünschen sich alle eine Optimierung der Strukturen. Aktuell wird die Leitstelle parallel an drei Standorten betrieben – eine bundesweit einmalige Situation, die vielfach zu Reibungsverlusten und Koordinierungsproblemen führt.

Landrätin Bettina Dickes betonte die Dringlichkeit der Lage: „Wir alle wollen uns darauf verlassen können, dass ein Notruf schnell weitergeleitet wird, damit Hilfe kommt. Für mich ist elementar, dass Ablaufprobleme in der Interims-Integrierten-Leitstelle schnellstmöglich abgestellt werden – zum Beispiel durch Zusammenführung auf maximal zwei Standorte.“ Sie zeigte sich erfreut darüber, dass nun auch die Wehrleiter vor Ort zu ihren Erfahrungen in der Notrufbearbeitung – insbesondere im Brand- und Katastrophenschutz – durch die zuständige Kreisverwaltung Mainz-Bingen befragt werden. Insgesamt bewertete die Landrätin den Austausch als positiv-konstruktiv.Im Gespräch mit Nahe News ergänzte die Landrätin, dass die Probleme aus ihrer Sicht erst entstanden seien, nachdem die Rettungsleitstelle Bad Kreuznach in die Interims-Leitstelle integriert wurde. „Es liegt vor allem an der Technik, die bei drei möglichen Standorten zu Problemen führen“, so Dickes.


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