BAD SOBERNHEIM. Ein doppelter Grund zum Feiern lockte am Sonntag zahlreiche Gäste, darunter prominente Vertreter aus Landespolitik, in den „Winterburger Tanzsaal“ des Freilichtmuseums Bad Sobernheim. Mit einem festlichen Akt wurde das 50-jährige Bestehen des Freilichtmuseums und gleichzeitig das 20-jährige Jubiläum des Naturparks Soonwald-Nahe gewürdigt. Zu diesem besonderen Anlass waren die rheinland-pfälzische Kulturministerin Katharina Binz und der rheinland-pfälzische Umweltstaatssekretär Erwin Manz ins Nachtigallental gekommen.

Für Verbandsbürgermeister Uwe Engelmann war dieser Festakt ein bewegender Moment voller Erinnerungen an die Anfänge des Museums. Er blickte zurück auf die heftigen Widerstände, die es vor dem Bau des Museums gab, als manche Bürger dazu aufriefen, das Nachtigallental zu retten, da sie es bedroht sahen. Heute, auf einer Fläche von 35 Hektar, ist das Freilichtmuseum ein beliebter Ort, an dem sich alle Generationen wohlfühlen und in alte Erinnerungen eintauchen können. Zwischen 13 und 15 Mitarbeiter sind im Museum beschäftigt, und für die Saison 2025 sind bereits 48 Veranstaltungen geplant.

Kulturministerin Binz erinnerte sich an ihren ersten Besuch im Freilichtmuseum am 17. Mai 2020: „Es war die Zeit nach dem ersten Corona-Lockdown.“ Von dem Museum zeigte sie sich begeistert: „Hier wird Geschichte greifbar gemacht. Man kann die Vergangenheit und Gegenwart kennenlernen. Das Museum ist von unschätzbarem Wert. Es trägt auch dazu bei, die kulturelle Vielfalt zu bewahren. Es ist ein Ort, an dem Geschichte greifbar wird und an dem die Besucherinnen und Besucher jeden Alters die regionalen Traditionen, Handwerkskünste und Lebensweisen der vergangenen 500 Jahre entdecken können. Mit seinen Ausstellungen und vielfältigen Veranstaltungen schafft das Museum eine Brücke zwischen den verschiedenen Kulturen, Regionen und Generationen und leistet so einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt“, freute sich die Ministerin.
Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt die Stiftung Freilichtmuseum Bad Sobernheim im Rahmen der institutionellen Förderung.

Besonders erfreulich: Seit 2024 hat das Kulturministerium die Förderung mehr als verdoppelt, auf jährlich 493.500 Euro.
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Das Freilichtmuseum Bad Sobernheim präsentiert in vier Baugruppen eindrucksvoll, wie die Menschen in den rheinland-pfälzischen Regionen Hunsrück/Nahe, Mittelrhein/Westerwald, Mosel/Eifel und Rheinhessen/Pfalz gelebt und gearbeitet haben. Hierfür wurden 40 Originalgebäude aus dem gesamten Bundesland abgebaut, im Freilichtmuseum wiederaufgebaut und detailgetreu eingerichtet.
Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von Ully und Alex Mathias. An dem Jubiläumstag beteiligten sich zudem zahlreiche Schulen aus der Region, darunter alle 13 Klassen der Bad Sobernheimer Grundschule.
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