Koblenz / Region. Mit einer festlichen Gala in der Koblenzer Rhein-Mosel-Halle beging die Handwerkskammer (HwK) Koblenz ihr 125-jähriges Bestehen. Rund 400 Gäste aus Handwerk, Politik und von Partnerorganisationen erlebten ein abwechslungsreiches Programm aus Information und Unterhaltung.

Die Festrede hielt Ministerpräsident Alexander Schweitzer, während Bundestagspräsidentin Julia Klöckner per Video eine persönliche Grußbotschaft aus Berlin übermittelte. Klöckner lobte die Kammer als wichtigen Berater und Begleiter für ihre 21.000 Mitgliedsbetriebe. In enger Zusammenarbeit würden bedeutende Themen wie die technologische Transformation, die Betriebsnachfolge und die Fachkräftesicherung erfolgreich angegangen und bewältigt.
„Meine herzlichen Glückwünsche an die Handwerkskammer Koblenz zu 125 Jahren erfolgreichem Einsatz für das Handwerk!“, gratulierte Ministerpräsident Alexander Schweitzer den Anwesenden und hob das Handwerk als „innovativen, zukunftsorientierten Wirtschaftszweig hervor, der mit Kreativität, Können und Engagement unsere Gesellschaft prägt. Die Handwerkskammer Koblenz ist dabei eine starke Stimme des Berufsstands, die mit ihrem Netzwerk nicht nur wirtschaftliche Interessen vertritt, sondern auch wertvolle Bildungs- und Integrationsarbeit leistet. Gemeinsam mit Ihnen wird sich meine Landesregierung weiterhin auf Bundesebene für ein starkes Handwerk in einer sozialen Marktwirtschaft einsetzen“, versicherte Schweitzer.
Der amtierende Präsident der HwK Koblenz, Kurt Krautscheid, der in der 125-jährigen Geschichte der Kammer der zwölfte Präsident ist, erinnerte in seiner Begrüßung an die schwierigen Umstände der Gründung. „Das Handwerk war in einem schlechten Zustand, und die Versorgung der Bevölkerung mit handwerklichen Dienstleistungen und Produkten zeigte deutliche Schwächen und Engpässe. Es musste also etwas geschehen, um diese Entwicklung zu stoppen. Das Handwerk selbst forderte mehr Gehör und Möglichkeiten einer Mitgestaltung politisch-wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, letztendlich also eine deutliche Aufwertung.“ Diese Forderung führte schließlich zur Gründung von 71 Handwerkskammern in ganz Deutschland zu Beginn des Jahres 1900, darunter die in Koblenz.
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Das Jubiläum wurde nun gemeinsam mit zahlreichen Vertretern des Handwerks gefeiert, darunter Kreishandwerksmeister, Obermeister, Lehrlingswarte, Verantwortliche von Fachverbänden und Mitglieder der HwK-Vollversammlung. Moderator Karl-Heinz Helmschrot, bekannt als Kabarettist, Akrobat und Schauspieler, führte gekonnt durch ein vierstündiges Programm, das Festakt und Varieté auf unterhaltsame Weise verband.

Neben sportlicher Akrobatik und musikalischen Darbietungen sorgte ein Quiz zwischen dem Hauptgeschäftsführer der HwK, Ralf Hellrich, und Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt für Heiterkeit. Schmitt nutzte den kurzweiligen Streifzug durch 125 Kammerjahre und die Vorstellung außergewöhnlicher Handwerkerleistungen – von Olympiasiegen bis zu 60-jähriger Obermeistertätigkeit – auch für ein klares Bekenntnis zum Handwerk: „Das sind nicht nur viele familiär geführte Unternehmen, das ist eine große Handwerkerfamilie.“
„Diese Gala war genau der richtige und von uns gewünschte Rahmen“, resümierten Ralf Hellrich und Kurt Krautscheid. „Feierlich, aber nicht pompös und im Mittelpunkt die Handwerker selbst, für die unsere Kammer ja da ist und von denen sie einst gegründet wurde. Insofern sagen wir es gerne: Es ist nicht die Handwerkskammer, es ist unsere Handwerkskammer Koblenz! Nach 125 Jahren darf dann ruhig ein wenig gefeiert werden.“





