BAD KREUZNACH. Am vergangenen Wochenende stand Bad Kreuznach ganz im Zeichen des Powerchair-Hockeys. Die heimische Mannschaft der Sportfreunde der Diakonie (SFD) richtete einen spannenden Heimspieltag aus. Diese dynamische Sportart, eine Variante des Rollstuhl-Hockeys, zog dabei nicht nur zahlreiche Zuschauer an, sondern auch prominenten Besuch.

Der rheinland-pfälzische Innenminister Michael Ebling ließ es sich nicht nehmen, persönlich in Bad Kreuznach vorbeizuschauen, um mehr über diese besondere Disziplin zu erfahren. Sichtlich beeindruckt zeigte sich der Minister von der rasanten und taktisch anspruchsvollen Spielweise. „Ich habe schon einiges darüber gehört, aber bisher nicht live gesehen. Das ist hoch spannend und ein wichtiger Weg, Menschen mit Handicap den Zugang zum Sport zu ermöglichen“, lobte Ebling und zeigte sich besonders von der Schnelligkeit der Spieler angetan. Bei seinem Besuch bedankte er sich zudem ausdrücklich bei allen ehrenamtlichen Helfern, die die regelmäßigen Spieltage organisieren und somit einen reibungslosen Ablauf gewährleisten. „Das ist eine großartige Leistung“, betonte der Minister anerkennend.
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Welchen immensen Aufwand die Organisation solcher Spieltage tatsächlich bedeutet, erläuterte die Abteilungsleiterin Heidi Müller dem Minister im Gespräch. Der Transport der Spezialrollstühle, deren Kostenpunkt pro Stück bei rund 25.000 Euro liegt, stellt eine erhebliche logistische Herausforderung dar. Müller bedauerte in diesem Zusammenhang, dass Powerchair-Hockey noch keine paralympische Disziplin ist. „Das wäre enorm wichtig, um die nötige öffentliche Aufmerksamkeit zu generieren. Denn ohne Publicity fehlen uns auch die Sponsoren, die für unseren Sport unerlässlich sind“, erklärte sie die prekäre finanzielle Situation.

Sportlich gesehen verlief der zweite Spieltag für die Kreuznacher Mannschaft eher durchwachsen. Nachdem der erste Spieltag noch mit zwei Siegen und zwei Niederlagen abgeschlossen werden konnte, verbuchten die Star Drivers in heimischer Halle einen Sieg und zwei Niederlagen. Das Auftaktspiel gegen Ladenburg ging mit 6:14 verloren. Im Anschluss zeigten die SFD-ler jedoch eine starke Reaktion und besiegten das Schlusslicht Munich Animals deutlich mit 12:2. Trotz einer kämpferischen Aufholjagd im letzten Spiel gegen die Rolli Teufel aus Ludwigshafen mussten sich die Kreuznacher denkbar knapp mit 8:9 geschlagen geben.
Trotz des nicht optimalen sportlichen Ergebnisses war der Besuch von Innenminister Ebling ein positives Signal für die Sportfreunde der Diakonie und den Powerchair-Hockey-Sport in Rheinland-Pfalz. Die Anerkennung durch die Politik könnte hoffentlich dazu beitragen, die Bekanntheit der Sportart zu steigern und somit langfristig auch die dringend benötigte Unterstützung zu sichern.
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