BAD KREUZNACH. In der Nacht zum Samstag wurden mehrere Mülltonnen auf dem Gelände der Kreisverwaltung in Bad Kreuznach durch ein Feuer zerstört. Anwohner alarmierten gegen 2 Uhr die Feuerwehr, nachdem sie die lichterloh brennenden Behälter bemerkt hatten.

Die umgehend ausgerückten Einsatzkräfte der Feuerwehr Bad Kreuznach bekämpften die Flammen mit einem Trupp unter Atemschutz und zwei C-Rohren. Rund 2.500 Liter Wasser waren notwendig, um das Feuer vollständig zu löschen. Die Wasserversorgung wurde dabei über einen nahegelegenen Hydranten sichergestellt. Um sicherzugehen, dass sich keine weiteren Glutnester verbargen, wurde das Brandgut auseinandergezogen und gründlich abgelöscht. Mit einer Wärmebildkamera kontrollierten die Wehrleute zudem die angrenzenden Garagen auf mögliche Schäden durch die Hitzeentwicklung.
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Die Ursache des Brandes ist derzeit noch unklar. Die vor Ort anwesenden Polizeibeamten nahmen umgehend die Ermittlungen auf. Nach rund 90 Minuten konnte die Einsatzstelle an den Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Alexander Roßkopf übergeben werden, der sich selbst ein Bild von der Lage machte.

Landrätin Bettina Dickes zeigte sich am Samstag tief betroffen und verärgert über den Vorfall. Da die hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde, äußerte sie sich in deutlichen Worten auf ihren Social-Media-Kanälen: „Es macht mich einfach nur fassungslos und wütend. Ehrenamtliche Feuerwehrkameraden mussten sich die Nacht um die Ohren schlagen, meine Mitarbeiter heute vor Ort sein und ab Montag viele Steuergelder ausgegeben werden, um die Schäden der Brandstiftung an den vielen Müllcontainern der Kreisverwaltung zu beseitigen. Zum Glück sind die Flammen nicht auf die Häuser übergeschlagen… Und all dieser Aufwand nur, weil es leider Vollidioten gibt, die seit Wochen überall im Stadtgebiet zündeln. Es ist einfach nur ätzend!!!! Danke an alle Kameradinnen und Kameraden für den Einsatz heute Nacht!!!!!!“

Die Polizei ermittelt nun intensiv, um die Hintergründe des Brandanschlags aufzuklären und mögliche Täter zu identifizieren. Die jüngsten Äußerungen der Landrätin deuten darauf hin, dass es in der Vergangenheit bereits ähnliche Vorfälle im Stadtgebiet gegeben haben könnte. Zeugen, die in der Nacht zum Samstag verdächtige Beobachtungen im Bereich der Kreisverwaltung gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.




