BAUMHOLDER. Große Unruhe herrschte vor einigen Tagen bei den Kindern des Waldkindergartens in Baumholderer Stadtwald. Die von ihnen heißgeliebten Grasfrösche beziehungsweise deren Nachkommen waren in Not. Und das, weil im kürzlich aufbereiteten Froschlaich-Teich durch die starke Trockenheit das Wasser immer knapper wurde.
Kein großes Ding für Jörg Hofrath, der bei Westnetz, dem Verteilnetzbetreiber der OIE, arbeitet. Als er davon hörte, entschied er sich kurzerhand, seine Mittagspause zu opfern und ein Fass mit 150 Litern Regenwasser zum Ort des Geschehens zu transportieren. Dann hieß es „Wasser marsch“, das Regenwasser floss in den Teich, der sich nun auch von selbst wieder nach und nach durch die derzeitigen Schauer füllt. Den Kindern, und vermutlich auch den Kaulquappen, war es eine Freude, hatten sie doch selbst schon hin und her überlegt, was getan werden könnte, um den Wasserstand des Tümpels zu stabilisieren oder anzuheben. Betreut wird die Anlage vom Naturschutzverband vor Ort.
Jedes Frühjahr erwachen Frösche und Kröten aus ihrer Winterstarre. Das passiert, wenn es wärmer wird und es nachts nicht mehr kälter als fünf Grad Celsius ist. Die Tiere machen sich dann auf den Weg zu einem Gewässer, in dem sie sich von einer Kaulquappe in einen Frosch oder Kröte verwandelt haben. Hier wollen sie ihre Eier ablegen. Nach circa fünf Tagen schlüpfen die Kaulquappen aus dem Ei und nach ungefähr einem Zeitraum von knapp über zwei Monaten hat sich der Frosch vollends entwickelt.





