RÜDESHEIM. Ein Zimmerbrand in der Ellerbachstraße hat in der Nacht zum Samstag einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ausgelöst. Gegen Mitternacht bemerkten aufmerksame Anwohner Feuerschein und Rauch, der aus einem Gebäude drang, das früher als Gaststätte diente und nun acht Wohneinheiten beherbergt.
Die daraufhin alarmierte Leitstelle reagierte umgehend und entsandte neben der Feuerwehr Rüdesheim, der Feuerwehreinsatzzentrale und dem Einsatzleitwagen auch drei Rettungswagen und einen Notarzt zum Unglücksort. Grund für die umfangreiche Alarmierung war die zusätzliche Meldung über möglicherweise vermisste Personen.
Beim Eintreffen des stellvertretenden Wehrleiters Jörn Trautmann am Einsatzort stellte sich glücklicherweise heraus, dass das Feuer im Flur der betroffenen Wohnung bereits erloschen war und alle Bewohner das Gebäude verlassen hatten. Ein unter Atemschutz vorgehender Trupp der Feuerwehr kontrollierte die Brandwohnung sorgfältig mit einer Wärmebildkamera, um eventuelle Glutnester aufzuspüren. Verbranntes Mobiliar wurde ins Freie gebracht und dort abgelöscht.
Mithilfe eines Belüftungsgerätes wurde der gesundheitsschädliche Brandrauch aus der Wohnung und dem Gebäude entfernt. Auch die übrigen Wohneinheiten wurden von der Feuerwehr überprüft, um sicherzustellen, dass keine weiteren Gefahren bestanden.
Der Rettungsdienst kümmerte sich vor Ort um drei Bewohner, die möglicherweise Rauchgas eingeatmet hatten oder unter dem Schock des Ereignisses standen. Glücklicherweise mussten keine Personen ins Krankenhaus transportiert werden.
Die Polizei hat bereits die Ermittlungen zur genauen Brandursache aufgenommen.
Der Einsatz der insgesamt 30 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei konnte nach Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft gegen zwei Uhr in den frühen Morgenstunden beendet werden. Dank des schnellen Handelns der aufmerksamen Anwohner und des zügigen Eingreifens der Einsatzkräfte konnte ein größerer Schaden und mögliche Verletzungen verhindert werden.




