StartNachrichtenKreis Bad KreuznachStadtführung: Auf den Spuren der Grafen von Sponheim in ihrer Residenzstadt

Stadtführung: Auf den Spuren der Grafen von Sponheim in ihrer Residenzstadt

BAD KREUZNACH. Ohne die Grafen von Sponheim würde es Bad Kreuznach so wie es heute aussieht nicht geben. Denn das über Jahrhunderte den Nahe-Hunsrück-Raum dominierende Adelsgeschlecht baute Kreuznach – oder cruciniacum – zu ihrer Residenzstadt aus, mehr noch: Sie gründeten die Doppelstadt beiderseits der Nahe um 1200 neu und verlagerten den Ortskern an die heutige Stelle.

Die Bedeutung der Sponheimer für die Entwicklung des Bad Kreuznacher Stadtbildes ist das  Thema einer Führung der Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach GmbH am Sonntag, 6. April, 11.00 Uhr mit Anja Weyer. Treffpunkt ist um 11 Uhr der Nebeneingang der Pauluskirche, Kurhausstraße, Bad Kreuznach.

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Der Ausflug in das Mittelalter kann dann gleich zu Anfang wichtige Elemente der ab 1200 erfolgten Errichtung der Doppelstadt zeigen: Die alte Nahebrücke wurde  als steinerne Bogenbrücke über beide Flussarme errichtet. Die heutige Pauluskirche war die Stadtkirche für beide Stadtteile – erhalten ist heute der Wolfgangschor aus der Sponheimer Zeit. Über allem thronte die Kauzenburg – eine mit Burgmannen besetzte Festung. Auf dem Burgberg und an anderen Stellen finden sich auch Reste des vielfältigen Mauersystems, das die Stadt vor unliebsamen Eindringlingen schützte – aber auch Bürgerschaft von Ritterschaft trennte.

Und natürlich darf bei der Führung der Eiermarkt mit der Nikolauskirche nicht fehlen: Die Kirche war eine Stiftung der Grafen – ebenso wie das große Karmeliterkloster, das sich bis zum Ellerbach erstreckte. In der Kirche finden sich auch Grabsteine von Vertretern der Familie. Die traurige Geschichte von Michel Mort ist eng mit der politischen Geschichte der Grafen verknüpft.  Die Neustadt selbst zeigt mit ihren teils kreisförmigen Straßen die typische Anlage eines Burgortes. Viele der alten Häuser, die hier zu bewundern sind, dienten den Burgmannen als Domizil. Zu all diesen Geschehnissen weiß Anja Weyer unterhaltsam Hintergründe zu erhellen und Anekdoten zur erzählen. Die Sponheimer Herrschaft endete nach fast 300 Jahren aus jenem Grund, aus dem die meisten Adelsdynastien endeten: Es fehlten männliche Nachkommen, das Erbe wurde an die neuen Familien der Töchter verteilt.

Teilnehmerbeitrag 8 €, ermäßigt für Kurgäste 6 €; Treffpunkt: Nebeneingang Pauluskirche (am Chor), Kurhausstraße, Bad Kreuznach   


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