„Geburtstagskind“ Mario Immig überreichte eine 1.000-Euro-Spende
BAD KREUZNACH. Über eine beachtliche Zuwendung freuten sich jetzt der „Christlich Ambulante Hospizdienst an der Nahe“ und sein Förderverein: Der Kreuznacher Mario Immig überbrachte einen Spendenscheck in Höhe von 1.000 Euro.
Anlässlich seines 58. Geburtstags hatte Immig Gäste und Gratulanten um eine Spende für die Hospizarbeit gebeten. So kamen bemerkenswerte 720 Euro zusammen, die das „Geburtstagskind“ kurzerhand aufrundete.
Hospizdienst-Koordinatorin Jana Morenz-Meyer und Markus Weber, Caritas-Dienststellenleiter in Bad Kreuznach, nahmen nun die Spende entgegen. Gerne nutzten sie die Gelegenheit, Mario Immig die Arbeit des Hospizdienstes, der gemeinsam vom örtlichen Caritasverband und dem Evangelischen Kirchenkreis An Nahe und Glan getragen wird, näherzubringen.

„Unser Hospizdienst begleitet schwerstkranke und sterbende Menschen in deren Zuhause“, erläuterte Jana Morenz-Meyer. „Dabei sind wir nicht nur für die Kranken da, sondern ebenso für deren Angehörige. Auch sie brauchen in der Zeit des Abschieds in besonderem Maß zwischenmenschliche Zuwendung.“
Möglich wird die kostenfreie Begleitung durch das Engagement von derzeit rund 55 Ehrenamtlichen, wie die Koordinatorin betonte. „Die Männer und Frauen werden sehr sorgsam ausgebildet, bevor die ersten Einsätze anstehen“, so Morenz-Meyer weiter. „Die Qualifizierung der Freiwilligen ist ein Herzensanliegen des Fördervereins.“
Markus Weber, der als Träger-Vertreter dem Fördervereins-Vorstand angehört, betonte die Bedeutung der Spende: „Solche Unterstützung trägt maßgeblich dazu bei, dass Schwerstkranken individuelle Begleitung zuteilwerden kann. Denn der Hospizdienst ist – wie so viele soziale Angebote – keineswegs auskömmlich finanziert.“
Dass die ambulante Hospizarbeit – trotz allem unentgeltlichen Engagement – erheblicher finanzieller Aufwand bedeutet, liege auf der Hand, führte Weber aus. Beispielhaft nannte er Fahrtkostenerstattungen für die Ehrenamtler.
„Auch die regelmäßige Supervision ist ein großer Kostenfaktor“, ergänzte Jana Morenz-Meyer. „Zugleich ist sie ein unverzichtbares Instrument der Fürsorge für unsere ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleiter.“

Mario Immig hatte sich nach eigenem Bekunden aus verschiedenen Gründen für eine Spende an den Christlich Ambulanten Hospizdienst entschieden: „Zum einen soll das Geld Menschen in der Region Bad Kreuznach zugutekommen. Überzeugt hat mich außerdem, dass Hilfe des Hospizdienstes allen Menschen offensteht, auch unabhängig von deren finanzieller Situation.“
Und nicht zuletzt fände er es bemerkenswert, dass sich Menschen ehrenamtlich auf diese Weise für andere einsetzen. „Meine Spende soll deshalb nicht zuletzt auch ein Zeichen der Wertschätzung sein“, schloss er.
Mehr zur Arbeit des Christlich Ambulanten Hospizdienstes an der Nahe gibt es unter Telefon 0671/83828-34 bzw. -35 (Hospiz-Büro Bad Kreuznach) oder 06752/912074 (Hospiz-Büro Kirn).
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