KREIS BAD KREUZNACH. „Das Wahlergebnis der Bundestagswahl ist eine bittere und katastrophale Niederlage für die SPD, die sehr schmerzt. Daran lässt sich nichts beschönigen. Auch nach einigen Tagen steckt mir das Ergebnis und der unerträgliche Rechtsruck auf dem Niveau der Reichstagswahl von 1933, als die Nazis kurz vor der Machtübernahme standen, noch in den Knochen. Wir können jetzt nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, sondern müssen radikal und auch selbstkritisch aufarbeiten und daraus konkrete Schlüsse ziehen. Nur erschrocken zu sein, reicht nicht mehr, wo liegt unser Anteil am Ergebnis? Das ist eine ganz zentrale Frage“, so der Kreisvorsitzende der Sozialdemokraten Michael Simon.

Simon macht deutlich, dass die Partei nun zwei ganz große Herausforderungen zusammen zu bewältigen habe. Einmal müsse sie sich erneuern und auf der anderen Seite schwierige Koalitionsverhandlungen mit dem Ziel einer Regierungsbeteiligung führen, mit einer CDU, die unter Friedrich Merz alles andere als fortschrittlich und auf der Höhe der Zeit sei. „Hier liege eine große Verantwortung für die SPD, in der Wirtschafts- und Sozialpolitik ebenso wie im Klimaschutz“, so Simon.
Der SPD-Kreisverband nimmt in der Partei einen großen Gesprächs- und Redebedarf wahr. Daher wird es sehr bald zu einem sozialdemokratischen Basistreffen kommen, auf dem umfassend und offen diskutiert werden kann. Simon hofft, dass viele Mitglieder von diesem Angebot Gebrauch machen.
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Die Sozialdemokraten zeigen sich überzeugt: „Jetzt müssten viele mitmachen. Still sitzen gehe nicht mehr, die Demokratie schützen ist Bürgerpflicht.“
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