Falsche Polizisten erbeuteten bei Senioren in vier Fällen im Kreisgebiet 400 000 Euro

RHEINLAND-PFALZ. In den vergangenen Tagen warnte die Bad Kreuznacher Polizei vor „FALSCHEN POLIZISTEN“, die vor allem ältere Bürger in Bad Kreuznach und Umgebung anrufen und versuchen, Geld und Wertgegenstände zu bekommen. Wie die Polizei heute auf Nahe-News Anfrage mitteilte, gingen alleine gestern 80 Strafanzeigen von Bürgern ein, die von „FALSCHEN POLIZISTEN“ angerufen wurden.

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Aber leider waren die Anrufer bei vier Senioren erfolgreich. Zu drei vollendeten Taten kam es am Freitag. Hier erbeuteten die Täter insgesamt 100 000 Euro.

Opfer der falschen Polizisten wurde auch eine 80-jährige Frau aus dem Kreisgebiet. Bei ihr erbeuteten die Unbekannten insgesamt Bargeld und Wertgegenstände im Wert
von 300 000 Euro.

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Nach Informationen der Polizei sitzen die Anrufe im Ausland und verwickeln die Senioren in stundenlangen Gesprächen und erwecken sich so das Vertrauen.

Die Masche ist immer die gleiche. Den Senioren wird mitgeteilt, dass es angeblich in der Nachbarschaft zu einem Einbruch gekommen ist und man eine Liste fand mit Adressen, wo als Nächstes eingebrochen wird. In diesem Zusammenhang bitten die Anrufer die Senioren, alle Wertgegenstände und ihr Geld vor die Haustür zu legen. Zu einem persönlichen Kontakt an der Haustür ist es noch nicht gekommen.

Die Polizei weist nochmals auf Folgendes hin:
Seien Sie wachsam und geben Sie keinerlei Informationen bzgl. ihrer persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse gegenüber Anrufern preis, die Ihnen persönlich unbekannt sind. Die Polizei wird Sie am Telefon niemals zur Herausgabe von Bargeld und/oder Wertgegenständen auffordern! Es handelt sich bei den Anrufern um keine Amtsträger von öffentlichen Behörden. Die Polizei nimmt kein Bargeld und keine Wertgegenstände von potenziellen Opfern präventiv in Verwahrung! Lassen Sie sich nicht in ein langes Gespräch verwickeln, beenden Sie das Gespräch schnellstmöglich und übergeben sie keine Gelder oder Wertgegenstände an fremde Personen.

Die Polizei fordert niemals telefonisch die Herausgabe von Geld oder Wertgegenständen. Auch nimmt die Polizei kein Geld präventiv oder vorsorglich in Verwahrung.
Die Polizei rät aus diesen Gründen, Telefonate, bei welchen es zu ungewöhnlichen Forderungen und unglaubwürdigen Schilderungen kommt, so schnell wie möglich zu beenden.
Bei Unsicherheiten sollen die Angerufenen schnellstmöglich die Polizei oder ihnen bekannte Personen kontaktieren, um Unterstützung zu finden.
Die Polizei ist dabei jederzeit über die bekannten Telefonnummern der örtlich zuständigen Dienststellen ansprechbar. Auch der Notruf der Polizei 110, darf in diesen Fällen angerufen werden. Die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte an den Telefonen geben hilfreiche Tipps und beraten zum Verhalten bei möglichen weiteren Anrufen der Täter.

Für umfassende Beratungsgespräche steht das Team der “Zentralen Prävention” des Polizeipräsidiums Mainz zur Verfügung. Dieses ist telefonisch unter 06131 – 65 3390 oder per Mail unter beratungszentrum.mainz@polizei.rlp.de erreichbar.

Eine Bitte von Nahe-News:
Liebe Nahe-News Leserinnen und Leser, bitte informieren Sie auch alleinstehende Senioren über die „Falsche Polizisten“, damit keine weiteren Straftaten passieren.

red – 18.11.20

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