Mainz-Binger Landrätin bittet Bundeswehr und Bundespolizei um Unterstützung

KREIS MAINZ-BINGEN. Bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie bittet die Mainz-Binger Landrätin Dorothea Schäfer sowohl die Bundeswehr als auch die Bundespolizei um Mithilfe. In den vergangenen Tagen sind die Zahlen der Neuinfektionen auch in Mainz-Bingen in die Höhe geschossen – im Landkreis gilt inzwischen „Alarmstufe rot“. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitsamt arbeiten am Limit ihrer Leistungsfähigkeit. Neben Neueinstellungen und zeitweise hausinternen Abordnungen soll nun auch die Bundeswehr Entlastung bringen.

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„Spätestens seit den zurückliegenden Tagen ist klar, dass wir uns in der bisher schwierigsten Phase der Corona-Pandemie befinden“, sagte die Landrätin. Sie forderte daher bei der Bundeswehr acht Soldatinnen und Soldaten zur Mithilfe bei der Kontaktnachverfolgung an. Zudem sollen zwei Hygieneinspektoren der Bundeswehr dabei mithelfen, Einrichtungen und Organisationen bezüglich vorliegender Hygienekonzepte zu beraten. Ihr Eintreffen wird für die nächsten Tage erwartet, damit sie schnell im Gesundheitsamt Mainz-Bingen eingesetzt werden können.

Die Mitarbeit der Bundespolizei erbittet die Landrätin auf Basis des Beschlusses der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten vom 14. Oktober. Dort wird die Möglichkeit dieser Unterstützung eröffnet. Damit sollen die Ordnungsämter im Landkreis Mainz-Bingen bei der Kontrolle der Beschränkungen und Regelungen unterstützt werden, die zur Eindämmung der Pandemie nötig sind. Bei dieser Aufgabe wird die zuständige Kreisordnungsbehörde von den Ordnungsämtern der Städte, der Verbandsgemeinden und der verbandsfreien Gemeinde Budenheim unterstützt.

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„Die kommunalen Ordnungsämter sind seit Monaten über die Maße belastet“, schreibt die Landrätin an Ministerpräsidentin Malu Dreyer: „Als sogenannte Hotspot-Region ist es wesentlich, dass organisatorische Maßnahmen ergriffen werden, um die Ordnungsämter zu entlasten, damit zur Einhaltung der Corona-Verordnungen eine hohe Kontrolldichte gewährleistet werden kann.“ Die Landrätin appelliert daher an die Landesregierung, die Bitte um Unterstützung und Entlastung an den Bund weiterzutragen.

red – 28.10.20

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