Engagement zum Wohl des Bistums – Bischof Ackermann verlieh Manfred Thesing die Bistumsmedaille

TRIER / WALDBÖCKELHEIM. Für sein „unglaublich großes Engagement zum Wohle des Bistums“ hat Bischof Dr. Stephan Ackermann die Bistumsmedaille an den langjährigen Katholikenrats-Vorsitzenden Manfred Thesing (Waldböckelheim) verliehen. Ackermann überreichte Medaille und Urkunde am 10. Oktober in Trier bei der letzten Vollversammlung des Katholikenrats in der aktuellen Wahlperiode. Manfred Thesing hatte den Katholikenrat zwanzig Jahre geführt.

„Kind des Konzils“
Thesing war 1996 als Delegierter des Dekanats Bad Kreuznach erstmals in den Rat gewählt worden; 2000 übernahm er den Vorsitz für insgesamt fünf Amtszeiten. Damit sei Thesing länger im Amt als er, sagte der Bischof. Thesing habe ihn in seinem Bischofsamt 2009 begrüßt. Bei dem 1951 im Münsterland geborenen Thesing seien „persönliches und kirchliches Leben verwoben“.

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Schon als Kind habe Thesing zusammen mit seiner Familie im KAB-Heim am Fernseher die Berichterstattung über die Zweite Vatikanische Synode verfolgt. Das zeige seine Prägung und seine „Identifikation als ‚Kind des Konzils‘ – Manfred Thesings Engagement ist vor diesem Hintergrund zu verstehen.“ Thesing setze sich innerhalb des Bistums etwa für die „Allianz freier Sonntag“, die Aktion Arbeit und das Willkommens-Netz ein, war Mitglied im Diözesan-Pastoralrat, im Kirchensteuerrat und der AG Ehrenamtsförderung.

Auch die bistumsübergreifenden und ökumenischen Aktivitäten erwähnte Ackermann. Besonders hob er den Einsatz Thesings für die Bistumssynode hervor, erst in der Vorbereitungskommission, dann als Mitglied im Moderationsteam: „Wir haben stark profitiert von den Kenntnissen der Verbands- und Gremienarbeit.“ Auch Thesings Ehefrau Renate sei zu danken, betonte der Bischof, die ihrem Mann für seinen Einsatz den Rücken freigehalten habe. „Wir sind durch Höhen und Tiefen gegangen, das hat uns zusammengeschweißt“, würdigte Ackermann den scheidenden Vorsitzenden des obersten Laiengremiums. „Ich bin dankbar für diese kritische Loyalität, die wohltuend und hilfreich ist.“

Bistumsmedaille als Puzzle
Manfred Thesing sagte in seinem Dankeswort, eigentlich müsse die Bistumsmedaille ein Puzzle sein, denn ein solches Engagement sei eine Gemeinschaftsleistung. Diese „Puzzleteile“ seien seine Familie, die Ehrenamtlichen, mit denen er im Rat zusammengearbeitet habe in Vorstand, Sachausschuss oder Vollversammlung und die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Geschäftsstelle.

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Doch auch die Vorbilder und Menschen, die ihn inspiriert haben, seien ein solches Puzzleteil. Als Höhepunkte seiner Amtszeit nannte er den Saarbrücker Katholikentag 2006 mit dem Bistumszelt zur Aktion Arbeit, die Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 und die Bistumssynode als „schöne, dichte Erfahrung“. Thesing machte keinen Hehl aus seiner Enttäuschung über manche „römischen Bremsen und Irritationen, die dem Konsens im Bistum nicht förderlich sind“.

Seine Schlussworte galten allen ehrenamtlich Engagierten in Räten, Gremien, Gruppen und vielen anderen Aufgaben und Diensten. Sie in die Entscheidungsprozesse einzubeziehen und zu beteiligen, sei entscheidend für das kirchliche Leben.

red – 16.10.20

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