Werk von Jugendkunstschülern macht neugierig

Alle Beteiligten vor dem Kunstwerk am Bahnhof Idar-Oberstein. (v.l.n.r.: Derya, Lilly, Roland Palm, Victor Roubanov, Felix, Lisa und Sebastian)

IDAR-OBERSTEIN. Nur selten erfährt man mehr über sich selbst, als beim intensiven Blick auf seine Mitmenschen. Gerade in der Stadt bieten sich dazu jede Menge Gelegenheiten und nicht zuletzt in Bahnhofsnähe ergeben sich für den aufmerksamen Betrachter in der Regel vielfältige Anblicke und Eindrücke quer durch alle Bevölkerungsschichten und Altersgruppen.

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Diese Situation greift das in Regie der Jugendkunstschule im Nationalparklandkreis Birkenfeld entstandene Kunstwerk an der OIE-Trafostation Bahnhofstraße auf. Jugendliche Teilnehmer des Offenen Treffs der Jugendkunstschule haben in gemeinsamer Arbeit mit ihren Kursleitern im Rahmen einer Sponsoringvereinbarung mit der OIE die Außenflächen des dortigen technischen Gebäudes mit einem großflächigen Motiv nach eigenen Vorstellungen künstlerisch umgestaltet.

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Die Arbeiten am Kunstwerk starteten witterungsbedingt im Frühjahr 2020. Aufgrund der Verhaltensregeln bezüglich der Corona-Pandemie konnte das Angebot der Jugendkunstschule nur relativ wenigen Jugendlichen zugänglich gemacht werden. So waren Derya, Felix, Lilly, Lisa und Sebastian über etliche Samstagnachmittage gemeinsam mit Martin Lehmann, dem kunstpädagogischen Leiter der Jugendkunstschule, Victor Roubanov und Roland Palm (beide Kursleiter der Jugendkunstschule) in öfter wechselnder Besetzung an der Verwirklichung der Gestaltungsidee beteiligt. Die jugendlichen Teilnehmer haben dabei vielfältige Erfahrungen mit unterschiedlichen Techniken, Arbeits- und Hilfsmitteln und natürlich auch unterschiedlichen künstlerischen Ansätzen machen können. Besonders spannend war natürlich das Arbeiten in der Öffentlichkeit, sozusagen auf „offener Bühne“. Dass ein gutes Kunstwerk weitaus mehr, als reine Dekoration darstellt, war schnell an den Reaktionen der interessierten Öffentlichkeit erkennbar.

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Entstanden ist ein vielschichtiger Blick auf Mitmenschen in urbaner Umgebung aus Sicht der jugendlichen Künstler. Das Motiv unterstreicht sowohl Unterschiede, als auch Gemeinsamkeiten und bietet einen zeitgenössischen Blick auf den Alltag in der Stadt und die dort lebenden Menschen. Dabei kommen die jugendliche Wahrnehmung einer sich abzeichnenden Zukunft und die enormen Anstrengungen, die im Zusammenhang mit dem Klimawandel aufgebracht werden müssen, bei ausgewählten Motiven des Gesamtwerks zum Vorschein. Auch, dass Jugendliche oft an den mitunter schwer nachvollziehbaren Handlungen von Erwachsenen zweifeln und teilweise eine düstere Sichtweise auf Dinge des täglichen Lebens haben, wird im Gemälde sichtbar. Dennoch bleibt inmitten des Bildes der Raum für Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft auf dieser Erde.

red – 02.10.20

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