Nahe-News Sonder-Veröffentlichung: „Darum ist ROTH etwas Besonderes!“

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Hätten Sie beim Jahreswechsel in das neue Jahrzehnt am 1. Januar 2020 daran gedacht, dass wir alle einige Wochen später in unserem Leben durch Corona so eingeschränkt werden?

Obwohl es mittlerweile einige Lockerungen gibt, sind die Auswirkungen weiterhin deutlich spürbar. In fast allen Gemeinden in der Region mussten in diesem Jahr die traditionellen Feste abgesagt werden.

Aber viele Gemeinden haben auch in der „Corona-Zeit“, festgestellt, dass Ihre Gemeinde etwas Besonderes ist. Denn die Menschlichkeit stand plötzlich im Vordergrund. Viele Bürger haben unter anderem Ihre Hilfen für die Mitmenschen angeboten.

Unter dem Motto „Darum ist Roth/Hunsrück“ etwas besonders”, schildert Ihnen Ortsbürgermeister Helmut Höning, was der 286 Einwohnerort in den letzten Monaten so besonders gemacht.



Liebe Nahe-News Leserinnen und Leser,

Corona – Zeit – Wie sehe ich diesen Abschnitt meiner Amtszeit als Ortsbürgermeister meiner Gemeinde? Eine Frage die von den Nahe-News an mich gestellt wurde. Ehrlich gesagt, dies ist nicht leicht zu beantworten.

Wir hier in Roth sind, von den eigentlichen Unbilden dieser Pandemie bisher verschont geblieben. Wissen über das Virus nehmen wir aus den TV-Nachrichten und der Presse wahr.

Ortsbürgermeister Helmut Höning.

Die Fallzahlen unserer Region sind Gott sei Dank noch erträglich. Trotzdem merkt man uns Allen an, dass wir die Befürchtungen einer eventuellen bevorstehenden „Zweiten Welle“ Mehrheitlich teilen.
Wir beschäftigen uns tagein und tagaus damit. In Gedanken und Gesprächen in den Familien, mit den Nachbarn, Freunden und Bekannten ist Corona das zentrale Thema.

Dies ist eine Seite der Pandemie, die unsere Gemeinschaft, trotz den Abstandsgeboten näher zusammenrücken lässt.
Die andere Seite, die Nachteile sind jedoch wesentlich weitgreifender und werden Veränderungen, nicht nur in Roth, sondern in vielen Gemeinden und Gemeinschaften bringen.

Auch schöne Wanderwege gibt es in Roth.

Der Stillstand in Vereinen, in Glaubensgemeinschaften, das „liegenbleiben“ von Maßnahmen der Gemeinde, das nichtstattfinden von liebgewonnen Festen und privaten Feiern, das Abstandnehmen vom Gegenüber steht in großen Gegensatz zu dem was eigentlich unser naturell ist – das miteinander Leben, der Kontakt zu Freunden, Bekannten und der ganzen Dorfgemeinschaft, das Reisen und, und … eben in Freiheit leben.
Der Verzicht auf einen Großteil unsere Lebensweise ist eine der stärksten Anforderungen die „verdaut“ werden müssen.

Der “Backes” ein beliebter Treffpunkt in Roth.

Die Ungewissheit über die Dauer der Pandemie, die vielleicht über Jahre hinweg die Welt belastet. Die uns Einschränkungen auferlegt, die wir aber gerne in Kauf nehmen um uns, unsere Verwandten, unsere Bekannten und unsere Mitmenschen zu schützen. Das macht es nicht leicht das Positive wahrzunehmen.

Warum kommt kein „Impfstoff?“, ist eine ganz besondere Frage, die wir, die von der Wissenschaft überzeugten und verwöhnten Generationen uns stellen.

In all diesen Fragen, Befürchtungen und Diskussionen unterscheidet sich Roth in keiner Weise von anderen Gemeinden. Wir teilen „diese Zeit“ miteinander und dadurch entsteht in unserer kleinen Gemeinde ein „Back to the Roots“, eine Rückerinnerung an meine Kindheit in unserem Dorf. Die Nachbarschaft, die Gemeinschaft wird wieder mehr wahrgenommen, man „sieht“ sich wieder öfter, trotz der „verordneten“ Abstandsregel. Das ist das Positive, was meiner Ansicht nach, in der Zukunft ihre Wirkung auf unsere Dorfgemeinschaft haben wird.

Was macht Roth in der Zeit von Corona aus?
Es sind diese vielen kleinen Unterschiede zwischen dem „Davor“ und dem „Jetzt“. Das positive Umgehen mit dieser Situation „Pandemie“ führt spürbar zum Gefühl:
Wir sind die Rother, die „Dörfler“! – circa 300 Bürgerinnen und Bürger an der Zahl.

Unser Dorf mit den Gemeindeliegenschaften, dem „Backes“, der „Alt Schul“, dem stark frequentierten Spiel- und Bolzplatz, den ortsansässigen Vereinen (Deutsch-Französischer-Freundeskreis e.V., der Feuerwehr, dem Feuerwehrförderverein e.V. und dem Männergesangverein „Sangeslust 1895 Roth“ e.V. (der auf Grund der Pandemie , aus monetären Gründen, seine „singfähige Abteilung“ vorerst schließen muss) und „last but not least“ die sich neu gefundene Gruppe „Natur- und Kunstwanderweg“ und die vielen, vielen Bürger die sich ehrenamtlich für die Gemeinde und somit für die Gemeinschaft einsetzen, zeugen von einer regen Kommunikation und einem sehr guten Verständnis für die Belange der Gemeinschaft aller Bürgerinnen und Bürger.

Die “Alt Schule”.

Man merkt das bei uns der Satz von Kennedy „Frage nicht, was dein Dorf Roth für dich tun kann – frage, was du für dein Dorf Roth tun kannst.“ gelebt wird. (Zitat ist an Roth angepasst)

Wenn auch nicht mehr sooft, jedoch in ständiger Einschätzung der Situation fanden und werden auch künftig Aktionen und Treffen stattfinden. Die von der Gemeinde initiierte Dorfmoderation ist nur „verschoben“ – derzeit wird auf die Anordnungen für die befürchtete „zweiten Welle“ gewartet und dann geht es weiter. Für die Umsetzung des geplanten neuen Wohnbaugebietes wurden in der letzten Gemeinderatssitzung wichtige Entscheidungen getroffen. Die in der Vergangenheit umgesetzten Projekte zeigen ihre positive Auswirkung auf den „Gemeindesäckel“. Dieser Mix aus Sorge um das Virus und den davon betroffenen Menschen, Vertrauen und positiv die Zukunft bewerten und nicht aufgeben, eben „Standhaft“ bleiben, das macht Roth in der Zeit von Corona aus!

Viel Spaß haben die Kinder auf dem gemeindeeigenen Kinderspielplatz.

Von meiner Seite aus kann ich nur sagen, besuchen Sie Roth. Wandern Sie den 2,4 Kiloemter langen Natur- und Kunstwanderweg und nehmen auf den aufgestellten Bänken Platz und genießen den Ausblick auf die Nachbarorte und die uns umgebende Feld- und Waldlandschaft. Der St.-Ägidius-Platz, das Backes und die „Alt Schul“ im Innern des Dorfes sind ebenso sehenswert wie der Besuch unseres Spiel- und Bolzplatzes mit dem Bouleplatz.

Roth ist einfach zu erreichen: Ausfahrt A61 Stromberg, Richtung Bingen, hier sehen sie den Ort, rechts gelegen, zwischen zwei kleinen Anhöhen, dem „Stemel“ in Richtung Rhein und dem „Hahn“ in Richtung Soonwald.

Unser ROTH – eines der fünf Orte mit diesem Namen – in unserer Heimat, dem Hunsrück.

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund!
Ihr Helmut Höning
Ortsbürgermeister von Roth


Kontakt zur Ortsgemeinde Roth:
Ortsbürgermeister Helmut Höning

Telefon: 06724 – 206 48 42
Mail: mail@roth-bingen.de
Internet: www.roth-bingen.de