Einsatzreicher Wochenstart: Drei Fehlalarme und 600 brennende Weinbergspfähle

Foto: Feuerwehr VG Rüdesheim

VG RÜDESHEIM. Auch in der neuen Woche kommen die Wehren der VG Rüdesheim kaum zur Ruhe. So mussten zahlreiche Aktive verschiedener Wehren am Montagvormittag innerhalb von sechs Stunden vier Mal ausrücken.

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Eine bekannte Adresse war der Einsatzort für die Feuerwehren aus Bockenau, Allenfeld und Sponheim sowie für die VG-Wehrleitung mit Führungsunterstützung, als sie um 5.32 Uhr zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in einem Industriebetrieb in der Waldböckelheimer Straße in Bockenau alarmiert wurden. Bereits in der Nacht zum Sonntag wurden die Einsatzkräfte zu genau diesem Unternehmen gerufen, weil die Brandmeldeanlage ausgelöst hatte. Auch dieses Mal kam es aufgrund eines technischen Defekts zur Falschalarmierung, so dass die Wehren gegen kurz vor sechs Uhr wieder einrücken konnten.

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Genau eine Stunde später löste die Anlage gegen 7 Uhr erneut Alarm aus, nun wurde zusätzlich noch die Waldböckelheimer Wehr alarmiert. Auch dieses Mal war es wieder ein Fehlalarm.

Eine starke Rauchentwicklung entdeckte ein Bockenauer Feuerwehrmann, der auf dem Rückweg von einer Besorgungsfahrt zum Dienstleistungszentrum für Feuerwehr und Katastrophenschutz in Rüdesheim war, gegen kurz vor elf Uhr zwischen Sponheim und Weinsheim. Bei der näheren Erkundung, woher die Rauchsäule kam, stieß der Feuerwehrmann auf einen brennenden Stapel Weinbergspfähle in der Gemarkung „Auf der Kuh“. Über die Leitstelle in Bad Kreuznach wurde die Alarmierung der Feuerwehren aus Sponheim und Mandel sowie wasserführender Fahrzeuge aus Bockenau und Waldböckelheim veranlasst. Außerdem wurde die Wehrleitung mit der Führungsunterstützung alarmiert.

Foto: Feuerwehr VG Rüdesheim

Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte aus Mandel brannten schätzungsweise rund 600 Weinbergspfähle in voller Ausdehnung. Auch die angrenzende Wiese hatte bereits zu brennen begonnen. Mit Feuerpatschen verhinderten die Mandeler Aktiven eine weitere Ausbreitung der Flammen. Kurz darauf trafen die Wehren aus Sponheim, Waldböckelheim und Bockenau ein und nahmen mit drei C-Rohren die Brandbekämpfung auf. Um ausreichend Löschwasser zur Verfügung zu haben, wurde frühzeitig ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet und zusätzlich das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Rüdesheim nachalarmiert.

Ein Landwirt aus Sponheim wurde mit einem Traktor mit Frontlader angefordert, um die noch nicht verbrannten Pfähle von den brennenden zu trennen und den Haufen auseinander zu ziehen. Die Fläche rund um den brennenden Haufen pflügte ein weiterer Landwirt aus Weinsheim um und die Feuerwehren bewässerten die Fläche ausreichend, damit keine weitere Gefahr für die umgebende Vegetation bestand.

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Während die Löscharbeiten bei Sponheim in vollem Gange waren, wurde der Leitstelle ein Gebäudebrand in der Hüffelsheimer Straße in Waldböckelheim gemeldet und die Feuerwehren aus Waldböckelheim, Boos, Oberstreit und Rüdesheim sowie die Drehleiter der Feuerwehr Bad Sobernheim alarmiert. Von der Einsatzstelle in Sponheim machten sich zudem die Führungsstaffel und zwei Fahrzeuge aus Waldböckelheim und Bockenau auf den Weg zur neuen Einsatzstelle.

Vor Ort konnten die ersten Einsatzkräfte aus Waldböckelheim schnell Entwarnung geben. Ein Anwohner deutete das Anzünden eines Kamins mit einer kurzeitigen starken Rauchentwicklung als Wohnhausbrand und setzte den Notruf ab. Für die weiteren anrückenden Feuerwehren, die Polizei und den Rettungsdienst war kein Einsatz erforderlich und ein Teil der Kräfte konnte zum Brand in Sponheim zurückkehren.

Den Einsatz bei den brennenden Weinbergspfählen in Sponheim konnten die Wehren, die unter Wehrleiter-Stellvertreter Jörn Trautmann im Einsatz waren, gegen 13 Uhr beenden. Die örtliche Wehr übernahm eine Brandwache.

red – 28.09.20

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