BauReMo: Mit Umweltwärme heizen lohnt sich!

txn. Persönliche Energiewende: Der Staat fördert die Anschaffung und Installation einer umweltfreundlichen Wärmepumpe sowohl im Neubau als auch im Bestand. Erster Ansprechpartner für Planung und Installation ist der Heizungsfachbetrieb vor Ort. ZVSHK-Foto: Viessmann/txn

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Mehr Förderung für die Wärmepumpe
txn. Die Energieversorgung liegt bei vielen direkt vor der Haustür – denn in der Luft, im Erdreich und im Grundwasser sind gewaltige Mengen natürliche Wärme gespeichert. Die umweltfreundliche Energie lässt sich mit einer Wärmepumpe zum Heizen und für die Warmwasserbereitung nutzen. Das ist ökologisch sehr sinnvoll und senkt oft sogar die Heizkosten. Wer dann noch eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach hat, kann den kostenlosen Sonnenstrom dazu nutzen, um die Wärmepumpe zu unterstützen.
Eigenheimbesitzer, die eine Wärmepumpe installieren lassen, bekommen großzügige staatliche Fördermittel. Seit Jahresanfang werden 35 Prozent der Gesamtkosten erstattet. Dabei wird nicht nur der Kaufpreis der Wärmepumpe berücksichtigt, sondern alle bis zur Inbetriebnahme anfallenden Kosten – inklusive Aufwendungen für die Demontage der alten Heizungen und ggf. notwendiger Bohrungen für die Wärmesonden. Wer sich von seiner alten Ölheizung verabschiedet, bekommt sogar nochmal 10 Prozent mehr Förderung. Wichtig ist, dass die Wärmepumpe optimal auf das Haus und den Wärmebedarf abgestimmt ist. Da auch der Aufwand zur Erschließung einer Wärmequelle sehr unterschiedlich ist, sollte sich der Heizungsfachmann vor Ort die individuellen Gegebenheiten anschauen, um gemeinsam mit dem Hausbesitzer eine sinnvolle Lösung zu finden. Adressen qualifizierter Heizungsfachbetriebe und weitere Informationen zur Nutzung der Umweltwärme finden sich online unter www.wasserwaermeluft.de
Wie die Wärmepumpe auch im Altbau funktioniert

txn. Mittlerweile sind in Deutschland fast eine Million Wärmepumpen im Betrieb, die über 15 Millionen Tonnen CO2 eingespart haben. Wer die Technologie kennt, wundert sich über diesen Erfolg nicht. Die umweltfreundliche Heizung nutzt die natürliche Wärme aus der Luft, dem Grundwasser oder dem Erdreich. Bei Neubauten ist der Betrieb von Wärmepumpen überhaupt kein Problem. Ist die Technologie aber auch für die energische Sanierung von Altbauten geeignet? Frank Ebisch vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK): „Eine Wärmepumpe arbeitet mit Vorlauftemperaturen von unter 55 °C am effizientesten. Wenn der Zustand des Gebäudes ein Beheizen mit so niedrigen Vorlauftemperaturen möglich macht, steht dem Einsatz nichts im Wege“. Hier die wichtigsten Punkte:


Die Investition in eine Wärmepumpe lohnt sich umso mehr, je besser der Altbau gedämmt ist. Relativ einfach nachbessern lässt sich die Dämmung der Kellerdecke und der obersten Geschossdecke. Dadurch wird die Betriebslast für die Wärmepumpe dauerhaft gesenkt. Die Wärme sollte über eine Fußbodenheizung in den Raum abgegeben werden, da diese mit niedriger Vorlauftemperatur betrieben wird. Falls das nicht möglich ist, ermittelt der Fachmann die Heizlast und tauscht beispielsweise kleine Heizkörper gegen großflächige Radiatoren aus. Ob eine Erd-, Wasser- oder Luftwärmepumpe geeignet ist, entscheiden auch die Gegebenheiten vor Ort. Für Erd- und Grundwasser-Wärmepumpen müssen Erdarbeiten auf dem Grundstück möglich sein.


txn. Moderne Wärmepumpen beheizen auch Altbauten. Voraussetzung ist eine durchdachte Planung auf Basis der individuellen Gegebenheiten. Die Größe des Grundstücks spielt dabei ebenso eine Rolle wie die Dämmung der Außenwand oder die übrige Haustechnik. ZVSHK-Foto: Stiebel Eltron/txn

Bei einer Luftwärmepumpe sind wegen des Betriebsgeräuschs Schallschutz-Auflagen einzuhalten. Planung und Installation einer Wärmepumpe sind Sache des Heizungsfachbetriebs. Die Experten entwickeln ein individuelles energetisches Gesamtkonzept, um maximalen Wohnkomfort bei minimalen Energiekosten möglich zu machen. Adressen von Heizungsfachbetrieben in der Nähe finden sich unter www.wasserwaermeluft.de.


 

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