Kein Helau, Schupp-La und Allez Hopp 2021? – Erste Fastnachtsvereine sagen Kampagne ab

Narrefahrt-Abschlusparty 2019 auf dem Kornmarkt

BAD KREUZNACH. Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie sagen in der Stadt die ersten Fastnachtsvereine die Kampagne 2021 ab.

Der Vorstand der „Lustigen Schuppesser“ hat schweren Herzens entschieden, die Saal- und Straßenfassenacht in Planig für die Kampagne 2021 abzusagen. „Es ist abzusehen, dass es bis Januar/Februar keine Besserung der Situation geben wird. Die Gesundheit unserer Gäste als auch unserer Aktiven auf der Bühne liegt uns sehr am Herzen und ein halb gefüllter Saal ohne Schunkeln und Singen ist für uns unvorstellbar und entspricht nicht den Werten für die die Schuppesser einstehen“, teilte der Verein mit.
Der Verein wird jetzt verstärkt an einer digitalen Alternative arbeiten. „In einem dafür extra gebildeten Arbeitskreis wird in den nächsten Wochen über die Umsetzung und Möglichkeiten diskutiert. Die Fassenacht 2021 wird, nicht nur in Planig, eine andere sein“, teilten die Lustigen Schuppesser abschließend mit.

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Auch die Winzenheimer Jerrys haben entschieden, die Kampagne abzusagen. Sie denken über eine närrische Veranstaltung in der „Winzenheimer Scheune“ in der Sommerzeit nach, falls es die Situation erlaubt. „Die Tanzgruppen trainieren unter den Corona Auflagen weiter, was wir hauptsächlich für unseren Nachwuchs für sehr wichtig halten“, teilte Sitzungspräsident Heiko Kraft mit.

Auf das Anstoßen mit den Narren müssen sich die Damen-Sitzungspräsidentin Alice Meyer und Sitzungspräsident Heiko Kraft von den Jerrys im Jahr 2021 verzichten.

Die Blauen Jungs haben ihre Planung für die Kampagne 20/21 zur Zeit auf Eis gelegt. „Wir gehen davon aus, dass zu den jetzigen Bedingungen bei uns keine Fastnachtssitzung stattfinden kann. Falls sich bis Februar etwas an den Vorgaben ändert können wir vielleicht kurzfristig etwas auf die Beine stellen“, teilte Monika Adrian mit.

Die Weisse Fräck stecken mitten in den Planungen und Vorbereitungen für die kommende Jubiläumskampagne 8×11 Jahre Weisse Fräck.
Abteilungsleiter Lars Müller: „Unser Motto und das Design der Orden haben wir bereits festgelegt, allerdings halten wir uns mit finanziellen Investitionen (z.B. Ordensherstellung und Liederbuchdruck) bis auf Weiteres zurück. Unsere Tanzgruppen und Büttenredner haben ebenfalls mit den Vorbereitungen begonnen. Aufgrund der aktuellen Diskussionen, auch auf Bundesebene, rechnen wir damit, dass die Hallenfastnacht nicht in dem Umfang und der Ausprägung analog der vergangenen Kampagnen durchgeführt werden kann beziehungsweise auch abgesagt / untersagt wird. Hierzu würden wir entsprechende Alternativen ausarbeiten“.
Eine endgültige Entscheidung soll bei der bevorstehenden Mitgliederversammlung am 10. September kommuniziert werden.

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Auch die Narren des TuS Winzenheim haben die Kampagne 2021 abgesagt. Wie Sitzungspräsident Manfred Schulz mitteilte wird man aber die Ausrichtung des Narren-Cups im Sommer weiterhin planen.

Bei der Vereinigten Karneval Gesellschaft Kreuznach-Hackenheim „Nachteule“ wurde nach Auskunft der Vorsitzenden Gabi Bielesch die Kampagne noch nicht abgesagt. Allerdings geht man davon aus, dass die Saalfastnacht nicht stattfinden wird. „Eine Entscheidung wird es in der Mitgliederversammlung Ende September geben. Wenn es die Situation erlaubt, werden wir versuchen, den Rosenmontagsumzug im kleinen Format nur mit Fußgruppen und einem Abschluss an der Rheinhessenhalle auszurichten“ ,so Bielesch.

Beim Karneval-Club Grün-Gelb gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Entscheidung.

An eine Absage denken die Narren der Großen Karnevalsgesellschaft (GKGK) noch nicht. Denn sie mit ihrem 175-jährigen Bestehen und 6×11 Jahre Prinzessinnengarde gleich ein Doppeljubiläum. „Wir warten bis zum letztmöglichen Zeitpunkt und entscheiden nach Rechtlichen Möglichkeiten (die dann gültige Coronaverordnung) und Wirtschaftlichen Möglichkeiten. Wir haben dieses Jahr ein doppeltes Jubiläum, da fällt ein Absagen doppelt schwer“, teilte Sitzungspräsident Peter Fluhr mit.

Beim Verein „Kreiznacher Narrefahrt“ wartet man im Moment noch auf eine endgültige Entscheidung. Der Vorsitzende Sascha Keßler teilte mit, dass man unter den im Moment geltenden Regelungen keine Straßenfastnacht (Altweiberfastnacht und Narrefahrt) durchführen kann. „Die Voraussetzungen sind nicht zu erfüllen“. Am 5. Oktober soll bei der nächsten Mitgliederversammlung eine Entscheidung verkündet werden.

pdw – 26.08.20

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