Neues Ziel für Wanderer: Vitaltour Eremitenpfad in Bretzenheim

BRETZENHEIM. In der vergangenen Woche wurde im Beisein von Ortsbürgermeister Olaf Budde den neuen Wanderweg „Vitaltour Eremitenpfad“ coronabedingt im kleinen Rahmen eröffnet.

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Die Bretzenheimer haben es sich nicht leicht gemacht bei der Entwicklung. Denn sie wollten nicht nur einen einfachen Wanderweg, sondern etwas ganz besonderes. Immerhin ist in der Bretzenheimer Gemarkung ein Kleinod von ganz besonderer kulturhistorischer Bedeutung: Die Felseneremitage, ein Felsenkloster von dem sagt, dass es einmalig nördlich der Alpen wäre. Die erste urkundliche Erwähnung als Kirche, die dem heiligen Antonius gewidmet war, einem Eremiten, erfolgte im Jahr 1043. Bis 1827 lebten Eremiten dort. Mittlerweile konnte die Anlage von der Kreuznacher Diakonie erworben werden, sodass Planungen an und um die Eremitage um ein vielfaches einfacher geworden sind. Erste Instandhaltungsmaßnahmen wurden vor Pfingsten bereits angegangen. Weitere Schritte werden folgen. Unter anderem soll eine Stiftung gegründet werden, mit dem  großen Ziel, die Anlage für die Nachwelt zu erhalten und irgendwann wieder Besichtigungen der Felsenwohnung möglich zu machen. Für den Wanderweg wurde der Eremit als roter Faden aufgegriffen und spiegelt sich sowohl im Namen, im Logo, als auch auf dem Weg mit Thementafeln wieder.

Nach Fertigstellung des Weges, war eigentlich allen Machern nach Feiern zumute und zwar nach einer richtig großen Eröffnungsfeier. Denn mit großem Stolz kann die Gemeinde behaupten, dass der Weg ein Schmuckstück und ein herausragendes neues touristisches Angebot in der Naheregion ist! Aber, unter den aktuellen Zeiten hat die Gemeinde davon abgesehen und „nur“ zu einem nichtöffentlichen, auf max. 20 Personen, beschränkten Eröffnungstermin im Freien eingeladen.

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Die Gesamtkosten des Weges belaufen sich auf grob 27.000 Euro. Das Projekt der Ortsgemeinde Bretzenheim wird gefördert im Rahmen des Entwicklungsprogramms EULLE unter Beteiligung der Europäischen Union und dem Land Rheinland-Pfalz.

Nach Abzug der Fördermittel in Höhe von circa 17.000 Euro übernimmt die Gemeinde Bretzenheim die Mehr- und Restkosten.

Ein großes Dankeschön geht an die Kreuznacher Diakonie für die Kooperation und Erlaubnis, mit dem Eremitenpfad ein Stück über das Gelände der Wohnungslosenhilfe zu gehen. Die Projektabwicklung oblag Kirsten Mang, Leiterin der Stabsstelle Tourismus- und Wirtschaftsförderung der Verbandsgemeinde Langenlonsheim-Stromberg.

Ohne die zahlreichen Ehrenamtlichen hätte der Weg in dem Kostenrahmen wie geplant nicht verwirklicht werden können.

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In seiner Eröffnungsrede bekam ein Bürger ein Sonderlob von Ortsbürgermeister Bude ausgesprochen. Dies war Ideengeber Willi Hermes. Denn ohne ihn gäbe es den Eremitenpfad. Dem rührigen Bretzenheimer ist dabei nicht nur die Namensfindung zu verdanken. Allererste Ideen von ihm wurden bereits 2016 mit einem Arbeitskreis unter Federführung vom ehemaligen Ortsbürgermeister Thomas Gleichmann unter die Füße genommen.

„Hermes war und ist Dreh- und Angelpunkt und die gute Seele des Weges. Herr Hermes musste dabei große Geduld an den Tag legen, da infolge der langen Vor- und Nacharbeit zum EU-Förderantrag sehr viel Zeit von seiner ersten Ideenfindung bis zu Realisierung verstrich. Er ist der Motor für die Koordinierung der Arbeiten, sei es ob Pfade angelegt oder freigeschnitten werden. Er ist sich dabei auch nie zu schade immer wieder selbst Hand anzulegen und unermüdlich an „seinem“ Weg zu bauen, nachzubessern oder regelmäßige Kontrollgänge zu machen“, teilte Kirsten Mang von der Touristinfo mit.

Flyer gibt es an mehreren Stellen entlang der Route, unter anderem am Eingang. Online ist der Eremitenpfad in outdooractive.com hinterlegt und steht dort als gps-Track zum Download bereit. Der Weg ist als Rundweg konzipiert, 9,1 km lang, der Zuweg beträgt 1,5 km, der Einstieg ist an der Kronenberghalle in Bretzenheim, dort stehen genügend Parkplätze bereit.

Bitte parken Sie ausdrücklich nicht entlang der Wirtschaftswege. Wir empfehlen die Stecke entgegen dem Uhrzeigersinn zu laufen. Der Weg ist kein Spazierweg, sondern ein Wanderweg mit teils strammen Auf- oder Abstiegen. Grandiose Ausblicke entschädigen für die Anstrengung. Gutes Schuhwerk wird angeraten. Viel Spaß!

pdw/red – 15.06.20

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