Die Renovierungsarbeiten in der Kita Pappelweg gehen voran

Kita-Leiterin Mirian Welten und Gewobau-Geschäftsführer Karl-Heinz Seeger.

BAD KREUZNACH. An der Kita Pappelweg wird trotz Coronakrise und Notfallbetreuung strukturiert weitergearbeitet. „Der Flügel im Kleinkinderbereich konnte bereits zurückgebaut werden“, erläutert Projektleiter und Gewobau-Geschäftsführer Karl-Heinz Seeger die erfolgten Maßnahmen. Der rechte Flügelbau der Kita sei intakt und war nie kontaminiert, er kann also weiterhin genutzt werden.

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Der Geschäftsführer der Gewobau hat den Architekt Peter Kadel ins Boot geholt. Der erfahrene Bad Kreuznacher Architekt begleitet die Sanierung nach dem Wasserschaden technisch und schätzt, spätestens in der nächsten Woche mit dem Ausbau der Böden und Beseitigung der Schimmelschäden fertig zu sein.

Fast die komplette Kita muss renoviert werden.

„Mein Ziel ist, die Kita eins zu eins wiederaufzubauen“, sagt Kadel. Mit den beteiligten Firmen, die auch schon den Neubau errichtet hatten, wollen Kadel und Seeger den Rahmen für den Wiederaufbau der Kita feststecken.

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Zunächst werden Gebäudestruktur und Haustechnik nachgebaut, dann müssen Estrich und Fußbodenheizung wieder in den Boden. Nach technischen Vorgaben dauert dieses Verfahren allein circa einen Monat. Etwa zwei Drittel der Bodenflächen in der Kita seien in Bearbeitung, so Kadel. Andere Materialien als im Neubau werden in der Sanierungsphase nach Möglichkeit nicht verwendet, aus optischen Gründen, schließlich sollen Fliesen zueinander passen, aber auch aus versicherungstechnischen Gründen soll der Gewobau finanziell kein Nachteil entstehen. „Ich möchte mich an dieser Stelle ausdrücklich für die versicherungstechnische Beratung durch unser Aufsichtsratsmitglied Nico Bockskopf bedanken“, sagt Karl-Heinz Seeger, „aber auch für die guten Gespräche mit dem Stadtjugendamt, der Kindergartenleitung und dem Versicherer der Stadt, moderiert von unserer Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Heike Kaster-Meurer. Wir arbeiten Hand in Hand.“

Parallel zum Rück –und Wiederaufbau arbeitet die Gewobau an einer Container-Lösung, für den noch nicht bestimmten Zeitpunkt, wenn die Kitakinder während der Pandemie wieder in den Betrieb zurückkehren können. Die Notfallbetreuung für aktuell weniger als zehn Kinder wurde bereits ausgelagert; die Kinder werden in einer anderen Kita betreut. Den Handwerkern verschafft dies Freiraum zum Arbeiten, vorsorglich wurde die Taktung erhöht und es wird auch an Samstagen auf der Baustelle weitergearbeitet. Aktuell laufe der Rückbau der großen Eingangshalle (Patio), danach seien die „lauten Arbeiten“ abgeschlossen.

Von der ursprünglichen Planung, eine vollfunktionsfähige Ersatz-Container-Kita mit mehr als 50 Containern inklusive Sanitär- und Waschräumen zu errichten, hat man Abstand genommen. Diese Dimension ist nach Auffassung von Geschäftsführer Seeger auch nicht nötig: „Wir arbeiten ja parallel und wollen so wenig Veränderung wie möglich für die Kita-Kinder.“ Stattdessen werden etwa 14 Container benötigt, mit Gruppenräumen, Schlafräumen und einem Ausweichraum. Sie werden auch nicht das gesamte Areal vor der Kita in Anspruch nehmen, sondern an die Kita „angedockt“.  Ein Container hat eine Fläche von 2,5 auf 6 Meter. Der technische Leiter der Gewobau, Christian Kossmann, hat die Ausschreibung vorbereitet und Angebote eingeholt. Er hofft, noch in dieser Woche grünes Licht für die Bestellung geben zu können.

 red – 29.04.20

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