Meldungen aus der Region zu Corona am 9. April

Bundestagsabgeordnete Lezius setzt sich für die Systemrelevanz des Bestatterhandwerks ein
REGION.
Medizinische Fachkräfte leisten in der Bundesrepublik Deutschland aktuell Unvergleichbares und erhalten auch aus dem Ausland den größten Respekt. Aber nicht in jedem Fall können Ärzte und Krankenschwestern alle Menschenleben retten. So ist auch in Rheinland-Pfalz die Anzahl der Todesopfer aufgrund der Pandemie des neuartigen Coronavirus in den letzten Wochen angestiegen. Aufgrund dessen setzt sich die CDU-Bundestagsabgeordnete Antje Lezius dafür ein, dass das Bundesland Rheinland-Pfalz den Vorbildern von Berlin oder Bayern folgt und auch das Bestatterhandwerk als systemrelevant einstuft.

„Jeder, der mit diesem Virus in Kontakt gerät, leistet seinen Beitrag, dieses Virus zu bekämpfen. Es sollte daher selbstverständlich sein, dass wir diejenigen schützen, die mit ihrer alltäglichen Arbeit dazu beitragen, uns zu schützen und dieses Virus einzudämmen“, betont die Christdemokratin Antje Lezius.

Weiter betont sie, dass es einheitliche Regelungen für Bestattungen geben müsse, damit einerseits mögliche Ansteckungen vermieden, aber dennoch eine würdevolle Bestattung ermöglicht werden soll. Hierfür hat sich Lezius bei der Ministerpräsidentin Malu Dreyer eingesetzt.

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Der Kinderschutzbund Bad Kreuznach bietet Hilfen für Familien in Not an
BAD KREUZNACH. Ein zentrales Kennzeichen der Kinder- und Jugendhilfe ist, dass sie in all ihren Handlungsfeldern auf sozialen Kontakten und Interaktionen aufbaut. Von den Frühen Hilfen über die Kindertagesbetreuung, die Hilfen zur Erziehung, die Kinder- und Jugendarbeit und die Jugendsozialarbeit bis hin zum Kinderschutz erfolgt Erziehung, Beziehung, Beratung, Bildung, Hilfe und Schutz zumeist in unmittelbarem Kontakt mit Menschen. In der aktuellen Situation ist allerdings die Veränderung der Sozialkontakte der einzige wirksame Weg zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Überall in der Republik suchen öffentliche und freie Träger nach neuen Möglichkeiten, um Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien bestmöglich weiter zu unterstützen. Trotz der massiven Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben muss die Kinder- und Jugendhilfe arbeits- und handlungsfähig bleiben. So fühlt sich auch der Kinderschutzbund Bad Kreuznach in der Pflicht, Kindern und Familien in dieser Krise beizustehen und Hilfe anzubieten.

“Obwohl der Kleiderladen und das offene Betreuungsangebot “Knallfrosch-Club” derzeit geschlossen sind, sind die Mitarbeiter wie gewohnt während unserer Bürozeiten von 9 bis 16 Uhr telefonisch erreichbar. Hilfesuchende Eltern, Kinder und Jugendliche können sich jederzeit bei uns melden!” erklärt Sina Grasemann, päd. Fachkraft im Kinderschutzbund Bad Kreuznach.
Der Kinderschutzbund leistet schnelle und unkomplizierte Abhilfe in der Grundversorgung. Viele Spender haben ihre finanzielle Unterstützung angeboten, damit Familien schnell Lebensmittel und den Kindern Lernmittel zur Verfügung gestellt werden können.

In den sozialen Netzwerken wie Facebook unter “Kinderschutzbund Bad Kreuznach” und auf Instagram unter “Lobbykinder” werden ständig aktuelle Neuigkeiten und Anleitungen veröffentlicht.
Der Hauptverband des Kinderschutzbundes stellt auf seiner Homepage www.dksb.de eine Plattform mit vielen wichtigen Informationen zur Verfügung.
Der Kinderschutzbund Bad Kreuznach informiert über seine Arbeit unter www.Kinderschutzbund-bad-kreuznach.de oder telefonisch unter 0671-36060.

Grünschnittplätze einmal wöchentlich offen
KREIS MAINZ-BINGEN.
Im Landkreis Mainz-Bingen kann ab Samstag, 11. April, wieder Grünschnitt abgegeben werden – unter Einschränkungen und zunächst nur einmal wöchentlich, jeweils samstags von 9 bis 18 Uhr. Andere Wertstoffe werden allerdings auch weiterhin nicht angenommen. Die derzeit notwendigen Abstandsregelungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wären ansonsten auf den Wertstoffhöfen nicht zu gewährleisten, denn: Die Zugänge zu den Containern sind oft eng und unübersichtlich, Kontakt untereinander ist nur schwer zu vermeiden. Das gilt auch für das Personal, das hier üblicherweise verstärkt beraten und kontrollieren muss, um Fehlbefüllungen zu vermeiden.

Welche Grünschnittsammelstellen öffnen werden sowie die auf den einzelnen Plätzen in nächster Zeit geltenden Regelungen werden derzeit im Detail ausgearbeitet und in den nächsten Tagen in einer separaten Meldung veröffentlicht. Mit der Firma Veolia als Betreiberin der beiden Grünschnittsammelplätze in Bingen-Büdesheim und Welgesheim laufen derzeit noch Gespräche darüber, ob die Firma ihre Plätze ebenfalls öffnen wird.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) bittet aber schon jetzt darum, wegen des zu erwartenden großen Rückstaus an den Plätzen nur in dringend notwendigen Fällen dort vorzufahren und während der Wartezeiten in den Autos sitzen zu bleiben. Es dürfen jeweils nur einzelne Autos gleichzeitig auf einen Platz einfahren und ausschließlich haushaltsübliche Mengen an Grünschnitt in der Größenordnung einer Kofferraumladung anliefern. Landrätin Dorothea Schäfer ist überzeugt, dass die Bürgerinnen und Bürger den Ernst der Lage erkannt haben und sich dementsprechend zurückhaltend verhalten: „Es ist nachvollziehbar, dass viele jetzt auch in ihren Gärten arbeiten. Wir schaffen nun die Möglichkeit, den anfallenden Gartenabfall und Grünschnitt auch wieder loszuwerden.“ Sie bittet gemeinsam mit dem AWB darum, dieses Angebot verantwortungsbewusst zu nutzen, damit es auch in den nächsten Wochen aufrecht erhalten werden kann – bis sich die gesundheitliche Lage bessert und die üblichen Öffnungszeiten wieder eingeführt werden können.

Aktuelle Hinweise finden sich auf der Internetseite des Abfallwirtschaftsbetriebes unter www.awb-mainz-bingen.de

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Frühjahrsputz verschoben
BAD KREUZNACH-WINZENHEIM.
Ortsvorsteher Mirko Helmut Kohl teilt mit, dass der für 18. April terminierte Frühjahrsputz im Stadtteil Winzenheim auf Grund der aktuellen Lage leider auf unbestimmte Zeit verschoben werden muss. Sobald es die Situation wieder ermöglicht, erfolgt eine neue Terminierung und eine entsprechende Mitteilung zur Durchführung der Gemeinschaftsaktion.

Bürger, die bis dahin Unrat in der Gemarkung unter Berücksichtigung der aktuell gültigen Kontaktbegrenzung sammeln, können sich hinsichtlich der Entsorgung gerne an Ortsvorsteher Kohl unter 0671/32076 oder Mail: ortsvorsteher.winzenheim@bad-kreuznach.de wenden.

Binger Bühne hilft Künstlerinnen und Künstlern
BINGEN. Wegen des Corona-Virus erleben wir alle zur Zeit eine historische Krise. Auch die Binger Bühne hat durchweg Auftritte bis in den Sommer abgesagt und wann es weiter geht, steht zur Zeit noch in den Sternen.

Die aktuelle Krise trifft die Künstlerinnen und Künstler hart. Viele kämpfen ums finanzielle Überleben. Deshalb möchte die Binger Bühne helfen und bittet in Form von 5 €-Spenden-Tickets um Unterstützung. – Jedes Ticket hilft!
Für alle Veranstaltungen, die wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten, hat die Binger Bühne Aktionen für die jeweiligen Künstler und Ensembles gestartet. Der Erlös der Spenden-Tickets geht nach Ablauf der Aktionen mit einem Bonus der Binger Bühne e.V. direkt an die Betroffenen.

Die 5 € Spende ist ganz einfach möglich. Der Betrag kann über PayPal, Kreditkarte, Sepa-Lastschrift oder Sofortüberweisung gespendet werden. Als Beleg erhält man eine Bestätigung im pdf-Format; so wie bei den Kartenbestellungen auch.
Natürlich freut sich auch die Binger Bühne e.V. über jede Spende zur Unterstützung ihrer ehrenamtlichen Arbeit für ein kulturelles Leben. Diese Spende ist über den Button „Spenden“ möglich. Eine Spendenquittung für das Finanzamt wird auf Wunsch gerne übersandt. Die Spendengelder für die Binger Bühne e. V. werden in die Ausstattung und Technik investiert.
Die Binger Bühne dankt für die Unterstützung im Voraus und wünscht: „Bleiben Sie gesund!“
Weitere Informationen sind der Homepage zu entnehmen: https://bingerbuehne.de

Denke global, Handle lokal!
REGION.
„Dieses Motto muss in der aktuellen Krise gelten. So ist es zur globalen Aufgabe geworden, einen Impfstoff zu finden und das Virus zu bekämpfen“, teilte die Vorsitzende, der Jungen Union Bad Kreuznach Laura Ludwig mit. Für viele ist Online-Shopping verlockend. Doch davon rät Ludwig ab.

„Zurzeit ist es wichtiger denn je, die lokalen Gastronomen und Unternehmen zu unterstützen. Kaufen Sie deshalb lokal ein, nutzen Sie den Lieferservice von Restaurants und Eisdielen und warten Sie mit dem neuen Kleidungsstück, bis der Einzelhandel wieder geöffnet hat. So einfach geht es, denn wir alle wollen, dass die lokalen Unternehmen auch nach der Krise noch existieren“, so Ludwig abschließend.

Vielfältiges Saat- und Pflanzgut in Rheinland-Pfalz
RHEINLAND-PFALZ.
Wer gerne vielfältige Sorten auf dem Balkon, oder im Garten anbauen möchte, muss häufig etwas suchen, bis er sein Saat- oder Pflanzgut findet. Die Qual der Wahl hatte man allerdings in den letzten Jahren bei einem Besuch der zahlreichen Saatgut beziehungsweise Jungpflanzenbörsen, oder Gartenmärkten.

Da diese Veranstaltungen auf unbestimmte Zeit abgesagt wurden, bieten nun zahlreiche der Saat- und Pflanzgutanbieter kurzentschlossen einen Verkauf ab Hof, oder sogar einen Versand, an. Die vielen kleinen Betriebe, Vereine, oder Initiativen, die in Rheinland-Pfalz Saatgut oder Pflanzen sind im „Wegweiser Sortenvielfalt“ zusammengetragen. Dieser Wegweiser ist auf der Internetseite www.biodiversitaet.dlr.rlp.de einzusehen. Auf einer Karte lässt sich schnell erkennen, wo es in der Region Anbieter von Vielfaltssorten gibt. Wer keinen Zugang zum Internet hat, kann den „Wegweiser Sortenvielfalt“ als Broschüre bestellen.

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Weiterer Hubschrauber sichert notwendige Einsätze
RHEINLAND-PFALZ.
Innenminister Roger Lewentz und Frédéric Bruder, Geschäftsführer der gemeinnützigen ADAC Luftrettung, haben eine Vereinbarung geschlossen, die diese von Seiten des Landes beauftragt, temporär zur Bewältigung der Corona-Krise einen weiteren Rettungs- und Intensivtransporthubschrauber (ITH) in Ludwigshafen vorzuhalten. Der Auftrag gilt zum Beginn des Monats April.

„Die temporäre Erweiterung am Standort Ludwigshafen sichert bundeslandübergreifend die Versorgung der Bevölkerung bei medizinisch notwendigen Notfall- und Verlegungsflügen und ist damit eine wichtige Ergänzung in Zeiten der Corona-Krise“, betonte Innenminister Roger Lewentz, der diese ermöglichte. Die ADAC Luftrettung sei am Standort Ludwigshafen durch den Betrieb des „Christoph 5“ ein sehr erfahrener Partner, der modernstes Luftrettungsgerät zum Einsatz bringe.
„Wir freuen uns, dass wir in diesen schweren Zeiten die notfallmedizinische Versorgung der Menschen aus der Luft bundeslandübergreifend sicherstellen stellen können – vor allem auch mit im Notfall dringend benötigten medizinischen Verlegungsflügen“, erklärte Frédéric Bruder.

Angefordert werden kann der Hubschrauber je nach Bedarf für entsprechende Einsätze in Rheinland-Pfalz, aber auch für Einsätze anderer Bundesländer, der Bundeswehr oder weiterer Bundes- wie Landesbehörden. So kann die notfallmedizinische Versorgung aus der Luft und auch die Verlegung von Covid-19-Patienten sichergestellt werden.
Der Hubschrauber, den die ADAC Luftrettung zur Verfügung stellt, gehört zu den modernsten Rettungshubschraubern und den leisesten seiner Leistungsklasse. Mit zwei Turbinen ist er auf lange Flugstrecken ausgelegt und eignet sich aufgrund seiner Ausstattung auch für Transporte schwer lungenkranker Patienten. Daher kann er für intensivmedizinische Verlegungsflüge von Covid-19-Patienten genutzt werden.

Der Hubschrauber hat fünf zugelassene Sitzplätze sowie eine modulare und flexible Kabinenausstattung, sodass Notarzt und Notfallsanitäter optimalen Zugang zur Patientin oder zum Patienten haben. Die Crew besteht aus einem Piloten, einem Arzt und einem Notfallsanitäter. Technisch ist er auch für Flüge in der Dunkelheit geeignet. Es kann im Bedarfsfall bis zu 24 Stunden geflogen werden.
Da momentan nicht absehbar ist, wie lange der Hubschrauber zur temporären Vorhalteerweiterung erforderlich ist, um die Corona-Krise zu bewältigen, wird die ADAC Luftrettung zur Bereitstellung des Hubschraubers zunächst bis 30. September 2020 beauftragt.

Stadtwerke möchten Zählersperren vermeiden
BAD KREUZNACH.
„Die aktuelle Situation ist für viele Kunden und Unternehmen schon schwer genug. Wir möchten keine zusätzlichen Probleme schaffen und möchten drohende Zählersperren am liebsten gar nicht erst entstehen lassen. Eine Zählerabstellung ist immer die Ultima Ratio und das Ende eines langen Weges von einigen Monaten mit Gesprächen, Angeboten und Versuchen, die Angelegenheit zu klären“, erklärt Dirk Alsentzer, verantwortlich für den Vertrieb der Kreuznacher Stadtwerke.

Nicht nur jetzt in der Zeit der Pandemie, appellieren die Kreuznacher Stadtwerke stets an ihre Kunden sich bei Fragen, Zahlungsrückständen oder Problemen an die Mitarbeiter zu wenden. „Dafür sind wir mit unserem Forum-Team da. Das Kundenzentrum ist zwar für den Besucherverkehr derzeit geschlossen, aber das Team ist telefonisch erreichbar (0671 991917) und in dringenden Fällen wird auch einen Gesprächstermin vereinbart. Der Kassenautomat ist nach wie vor geöffnet.“ ergänzt Alsentzer.

Zudem arbeiten die Kreuznacher Stadtwerke unter anderem mit Hausverwaltungen, Sozialamt und Jobcenter zusammen und versuchen gemeinsam mit den Kunden Lösungen zu finden.

red – 09.04.20

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