Auch Sohn leidet unter Corona: Röka-Gymnasium und IGS Sophie-Sondhelm bleiben bis auf weiteres geschlossen

KREIS BAD KREUZNACH. Beim Schüler, dessen Vater am Coronavirus erkrankt ist, wurde ebenfalls das Virus nachgewiesen. Dies wurde mittlerweile vom Labor mitgeteilt. Damit bleiben die beiden Schulen, die IGS Sophie-Sondhelm und das Gymnasium am Römerkas-tell, zunächst weiter geschlossen.

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„Auch wenn sich bisher darüber hinaus keine weiteren Verdachtsfälle bestätigt haben, gehen wir dennoch weiterhin davon aus, dass sich das Coronavirus merklich weiter im Landkreis ausbreiten wird“, machen Landrätin Bettina Dickes, Gesundheitsdezernent Hans-Dirk Nies und Gesundheitsamtsleiter Dr. Ernst-Dieter Lichtenberg deutlich. Die Ermittlungen des Gesundheitsamts hätten ergeben, dass aller Voraussicht nach zwischen den bis heute Spätvormittag elf nachgewiesenen Erkrankungsfällen nicht immer Kontakte untereinander bestanden. „Das Coronavirus kam demnach auf verschiedenen Wegen in den Landkreis, was aber zu erwarten war“, so der Amtsarzt. Auch dies deute ganz deutlich darauf hin, dass sich die Ausbreitung in den kommenden Tagen beschleunigen dürfte.

„Unser Ziel muss es vor allem sein, die Bevölkerungsgruppen, die am Schwersten unter derartigen Viruserkrankungen leiden, besonders zu schützen. Gerade Altenheime, Krankenhäuser und unsere Einrichtungen für behinderte Menschen müssen wir besonders in den Fokus nehmen. Hier muss es uns gelingen, das Virus draußen zu halten“, machen Landrätin und Dezernent deutlich.

Bodelschwingschule geschlossen
Einen ersten Schritt dazu veranlasste der Gesundheitsdezenernt noch am Mittwochabend mit der Schließung der Bodelschwingschule in Meisenheim. „Eine Lehrkraft ist nachgewiesen an Corona erkrankt. Wir müssen die Schülerinnen und Schüler in der Einrichtung dringend schützen, da diese durch Vorerkrankungen in aller Regel sehr schwere Krankheitsverläufe im Falle einer Infektion erwarten würde“, so Dr. Lichtenberg.

Darüber hinaus wenden sich Landrätin Dickes und Beigeordneter Nies an alle Einrichtungen für Risikopatienten im Landkreis. „Wir erwarten, dass speziell die Einrichtungen für alte und kranke Menschen zumindest zunächst bis Anfang der kommenden Woche ihre Häuser komplett für den Besucherverkehrs schließen.“ Zugleich empfiehlt das Gesundheitsamt speziell Menschen im höheren Alter oder mit schwerwiegenden Vorerkrankungen, besondere Vorsicht walten zu lassen. „Meiden Sie Veranstaltungen oder große Menschenansammlungen“.

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Weiterhin erneuert Dr. Lichtenberg seine Handlungsempfehlung für alle: „Durch Händewaschen und Abstand halten Infektionsrisiken mindern und zugleich ruhig bleiben“.

Darüber hinaus haben sich Landrätin und Dezernent bereits mit dem Land in Verbindung gesetzt. „Wir erwarten eine landeseinheitliche Regelung, auch dahingehend, ob Schulen und Kitas vorsorglich geschlossen werden sollen oder nicht. Insellösungen sind hier unserer Meinung nach nicht zielführend“. Daher haben beide das Land inständig gebeten, möglichst noch morgen einen gemeinsamen Gesprächstermin mit Land, Landräten und Oberbürgermeistern zu initiieren, um den weiteren Umgang mit der Pandemie zu koordinieren.

red – 12.03.20

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