Goldschmiede und Edelsteinfasser bekamen ihre Gesellenbriefe

Alle Schülerinnen der Landesfachklasse hatten ihre Gesellenprüfung bravourös bestanden. Besonders herzlich gratulierte Vorsitzende Manuela Schmitt vom Prüfungsausschuss der Gold- und Silberschmiede-Innung (links) der Prüfungsbesten Annalena Faller (rechts).

KREIS BIRKENFELD. Steine werden erst zu Schmuckstücken, wenn sie schön gefasst sind. Zum Abschluss ihrer Ausbildung glänzten deshalb nicht nur preziose Gesellenstücke in beleuchteten Vitrinen, sondern vor allem der begabte Berufsnachwuchs der Edelsteinfasser und Goldschmiede selbst, der für seine Freisprechungsfeier in der Galerie Handwerk in Herrstein die passende „Fassung“ für große Kreativität und handwerkliches Können gefunden hatte.

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Auf der Feier in Herrstein bekamen fünf junge Goldschmiedinnen und eine Edelsteinfasserin ihre Gesellenbriefe überreicht – und stellten sich mit ihren hochkarätigen Gesellenstücken selbst das beste Zeugnis aus. Gastgeber der Freisprechung waren die Schülerinnen der Landesfachklasse selbst, die aus ganz Rheinland-Pfalz und dem benachbarten Saarland und Luxemburg im Blockunterricht in ihrer Lehrzeit die hervorragend ausgestatteten Werkstätten der Berufsschule Idar-Oberstein besucht hatten. Die Galerie Handwerk der Handwerkskammer Koblenz, selbst ein architektonisches „Schmuckstück“, war die richtige „Fassung“ für die Feier – und auch für die einzigartigen und kostbaren Gold- und Silberschmiedearbeiten, die in Vitrinen von Ausbildern, Lehrern, Freunden und Familien bewundert wurden.

Für Michael Fuhr von der Handwerkskammer Koblenz waren die ausgestellten Arbeiten der qualifizierten Schmuckhandwerkerinnen ein nachhaltiger Beweis für die erfolgreiche duale Ausbildung in Schule und Betrieb. Schulleiter Gerd Zimmermann von der Harald-Fissler-Schule in Idar-Oberstein zeigte sich nicht nur von den guten Zeugnisnoten und kostbaren Gesellenstücken beeindruckt, sondern vor allem vom Esprit und vom Zusammenhalt der kleinen aber feinen Landesfachklasse.

Auch Bundes- und Landtagsabgeordnete lobten Motivation und Talent der neuen Gesellen und Gesellinnen. Durch Mindestlohn und erhöhte Ausbildungsvergütung wird das traditionelle Schmuckhandwerk aufgewertet, hoffte MdB Antje Lezius auf höhere Ausbildungszahlen in den Idar-Obersteiner Betrieben.

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Nachdem Vorsitzende Manuela Schmitt vom Gesellenprüfungsausschuss der Gold- und Silberschmiede-Innung Idar-Oberstein die Gesellenbriefe und Prüfungszeugnisse überreicht hatte, konnten sich die Besucher vom handwerklichen Geschick und von der Kreativität der jungen Fachkräfte selbst überzeugen. Während die Freisprechung selbst eine jahrhundertealte Tradition im Handwerk darstellt, zeigten die ausgestellten Gesellenstücke moderne Schmucktrends und feinste handwerkliche Verarbeitung edler Metalle und Steine.

Als Prüfungsbeste zeigte Annalena Faller aus Koblenz ein ganz besonderes Andenken. In ihrem Medaillon aus feinstem Silber mit Blattmotiv kann beispielsweise die Blüte eines Brautstraußes an den sprichwörtlich „schönsten Tag“ erinnern.

So hatte Prüfungsbeste Annalena Faller (Juwelier Schöne KG, Koblenz) ein feinstes Memento-Medaillon aus Silber angefertigt, Lydia Gügel (Anja Sommer, Birnbach) stellte ihren silbernen Anhänger als filigrane Aufbewahrung für Lidschatten vor, während Sophie Yvonne Kunz (Ulrike Weyrich, Idar-Oberstein) einen silbernen Anhänger mit auswechselbaren Mittelsteinen kreiert hatte. Anna-Lena König (Herbert Giloy & Söhne, Idar-Oberstein) hatte mit ihrem zweiteiligen silbernen Medaillon ihren Lebensweg symbolisch in Szene gesetzt. Mit ihrer Lippenstifthülse aus Silber und roten Steinen zeigte Edelsteinfasserin Melissa Müller (Herbert Giloy & Söhne, Idar-Oberstein) nicht nur ihr handwerkliches Können, sondern drückte auch ein Stück Lebensgefühl aus. Laura Elena Buck (Michael Helfrich, Freinsheim), die ihre Prüfung bei der IHK abgelegt hatte, stellte als Gesellenstück eine ungewöhnliche silberne Brosche aus, die mit beweglichen Dreiecken auch „räumlich“ gestaltet werden kann.

red – 07.02.20

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