Vier neue Fachberater-Gefahrstoff: Feuerwehren trafen sich zur Jahresbesprechung

KREIS BAD KREUZNACH. Bei der alljährlichen Dienstbesprechung der Feuerwehreinheiten aus dem Landkreis in der Deutscher-Michel-Halle in Stromberg freute sich die Landrätin, Bettina Dickes, zusammen mit dem Kreisfeuerwehrinspekteur (KFI), Werner Hofmann, über die Ernennung von vier neuen Fachberatern Gefahrstoff.

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Neben Frau Dr. Ulrike Rodenstein sind dies Dr. Axel Rodenstein, Jochen Renkel und Gerhard Geib. Somit werden die gesetzlichen Forderungen mehr als erfüllt. Die entsprechende Ausrüstung, incl. der Einsatzjacken, wurde direkt übergeben.

Ernennungen und Verpflichtungen
Weiterhin wurden Fabian Trarbach und Florian Seith zu Kreisausbildern ernannt. Thomas Krieg wurde als neues Mitglied für die Pressefacheinheit Team Medien verpflichtet.

Peter Kurz, der Gefahrstoffzugführer des Landkreises wurde mit einer seltenen Form der Anerkennung überrascht: Er erhielt das Silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen. Ebenfalls nicht damit gerechnet hatte der oberste Feuerwehrmann im Kreis: KFI Werner Hofmann wurde für nunmehr 45 Jahre aktiven Feuerwehrdienst ausgezeichnet.

Berichte der Fachbereiche
Die ausführlichen Berichte der einzelnen Fachbereiche zeugten von einer lebendigen Arbeit. So konnte der stellvertretende KFI und Leiter der Führungsgruppe, Holger Schmidt, über die nun endlich adäquate Unterbringung im Katastrophenschutzzentrum in Rüdesheim berichten. Erfreut zeigte er sich über die sehr gute Dienstbeteiligung und die Motivation seiner Mitglieder und schloss mit dem Hinweis, dass neue Mitglieder immer willkommen sind. Die stellvertretende Leiterin der Hundestaffel, Anette Schmidt, demonstrierte mit einer Fotodokumentation die Arbeit der Facheinheit im vergangenen Jahr. Neben vielen Ausbildungen, auch über die Kreisgrenze hinweg, wurden sie gleichfalls zu einigen Realeinsätzen gerufen. Dies geschieht ebenfalls nicht nur im Nahe-Kreis, sondern ebenso weit darüber hinaus.

Der stellvertretende Kreisfeuerwehrinspekteuer, Holger Schmidt, stellt die neue Einsatzjacken für die Fachberater vor

Für den Gefahrstoffzug berichtete dessen Leiter, Peter Kurz, über das zurückliegende Jahr. Für die über 120 Spezialisten bei Einsätzen mit chemischen, biologischen oder atomaren Gefahrstoffen war das Jahr geprägt durch viele Übungsdienste, aber auch größere Einsätze, wie in Bad Kreuznach Planig oder im Nachbarlandkreis, in Odenbach. Dr Mathias Bussmann, Leiter der Leitenden Notärzte, informierte über seinen Zuständigkeitsbereich. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit allen Hilfsorganisationen und erwähnte ferner, dass der Kreis nun in der Lage ist, im Katstrophenfall für über 300 Personen Wechselkleidung zu stellen.

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Zusammen für die Kreisjugendfeuerwehr und den Feuerwehrverband berichtete der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Norbert Jung, aus den letzten zwölf Monaten. Sehr anschaulich machte er die Belastung, die ein solches Ehrenamt mit sich bringt. Im Besonderen erwähnte Jung das wie immer perfekt organisierte Zeltlager der Jugendfeuerwehr in Kirn.

Zehn Jahre Team Medien
Seit nunmehr zehn Jahren existiert das Team Medien, die Facheinheit für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, im Katastrophenschutz. Dessen Leiter, Jörg Dindorf, berichtete in seiner Präsentation über die Entstehung im Jahre 2009. Beim damaligen Rheinland-Pfalz Tag, der in Bad Kreuznach stattfand, wurde zum ersten Mal eine gemeinsame Pressearbeit aller Hilfsorganisationen durchgeführt. Die sehr positiven Erfahrungen daraus, veranlassten die Entscheidungsträger, das sogenannte Team Medien weiterhin aufrecht zu erhalten. In seinem Bericht ging der Leiter auf diverse Einsätze ein, so zum Beispiel beim Brand bei der Firma Polymer in Bad Sobernheim oder bei dem Techno Festival Revolt. Mit circa 20 Mitgliedern aus allen Hilfsorganisationen, die im Landkreis tätig sind, ist die Einheit auch gut aufgestellt, aber gleichwohl immer offen für neue Mitglieder. So entstand auch das Modul VOST (Virtual Operation Support Team): Hier überwachen, bewerten und analysieren die Teammitglieder die virtuelle Lage im Internet und nutzen diese, um vor die Lage zu kommen. Diese Einheit war erst die dritte deutschlandweit, die sich diesem Thema annahm.

Landrätin zeigte sich beeindruckt
In ihren Gruß- und Dankesworten ging die Landrätin Bettina Dickes auf die Berichte ein. Sie lobte die hohe Einsatzbereitschaft und bedankte sich, auch im Namen aller Bürgerinnen und Bürger aus dem Kreis, für die vielen, unentgeltlichen Stunden, die geleistet wurden. Sie sicherte weiterhin ihre Unterstützung und Hilfe zu.

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Werner Hofmann demonstrierte dieses Engagement an einem imposanten Zahlenwerk. Viele Einsätze galt es zu bewältigen. Exemplarisch zählte er den Großbrand in Bad Kreuznach bei der Firma Jost oder den großen Flächenbrand bei Kirn, welcher der größte im Land Rheinland-Pfalz war, auf. Sehr erfreut und dankbar war Hofmann für die neuen Hallen im Katastrophenschutzzentrum in Rüdesheim.

Kreisfeuerwehrinsperkteur Werner Hofmann bei der Eröffnung der Sitzung.

Er lobte weiterhin die gute Zusammenarbeit mit seinem, im Mai neu gewählten, Stellvertreter, Holger Schmidt. Kooperationen über die Landkreisgrenzen hinaus gibt es schon länger, so Hofmann. Zum Beispiel bei speziellen Lehrgängen oder bei dem in 2019 angeschafften Übungscontainer Gefahrgut, bei dem fünf Landkreise mitmachten. Er schloss mit dem ausdrücklichen Dank an alle Helferinnen, Helfer und deren Angehörigen.

red – 08.01.20

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