Joe Weingarten (SPD) wird ab 1. November Bundestagsabgeordneter

Jahrmarktsmontag

KREIS BAD KREUZNACH / KREIS BIRKENFELD. Das Wahlkreis Bad Kreuznach / Birkenfeld hat ab 1. November neben Antje Letzius (CDU) und Nicole Höchst (AfD) einen weiteren Bundestagsabgeordneten in Berlin. Nach dem Rücktritt von Andrea Nahles wird Joe Weingarten aus Alsenz für die SPD in den Deutschen Bundestag nachrücken. Dies teilte Weingarten am heutigen Mittwoch mit.

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„Es ist für mich eine große Ehre, in den Deutschen Bundestags einzuziehen. In Zeiten eines starken technischen und sozialen Wandels brauchen wir Abgeordnete, die diesen Wandel aus eigener Lebenserfahrung und mit einem klaren Fundament politischer Positionen mitgestalten. Im Bundestagswahlkampf 2017 bin ich, auf dem Fundament des Wahlprogrammes der SPD, für eine soziale und innovative Gesellschaft und einen handlungsfähigen, freiheitlichen Staat eingetreten. Diese Überzeugungen leiten mich seit meinem Eintritt in die SPD vor mehr als 41 Jahren“, so Weingarten.

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Er hält es für große strategische und inhaltliche Fehler, wenn unsere Gesellschaft das Erfolgsmodell einer sich stets erneuernden und modernisierenden Industriegesellschaft aus klimapolitischer Panik über Bord wirft, wenn wir in Fragen der Zuwanderung ohne klare Regulierung und Steuerung agieren oder wenn wir im politischen Diskurs zu stark auf kollektivistische und Verbotslösungen setzen. Das möchte er auch als Abgeordneter deutlich machen.

Das Wahlplakat von Joe Weingarten aus dem Jahr 2017

Stimme der ländlichen Regionen
Joe Weingarten: „Der wichtigste Grund für mich, das Bundestagsmandat anzunehmen, ist aber, dass ich die Stimme der ländlichen Regionen, der kleinen Städte und Dörfer, in Berlin stärken möchte. Bundespolitik wird heute oft zu sehr aus Großstadtperspektive gemacht. Die Berliner Binnensicht verdrängt dabei die Realitäten im ländlichen Raum. Als Bundestagsabgeordneter will ich mich deshalb dafür einsetzen, dass in der Wirtschaftspolitik, der Klima-, Energie- und Umweltpolitik, beim Verkehr und der Infrastruktur der ländliche Raum stärker berücksichtigt wird. Diese Frage ist mir wichtiger als die Frage nach “links” oder “rechts” als Ziel politischer Lösungen.

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Weiterhin teilte er mit, dass viele Menschen in Deutschland an der Politik verzweifeln, weil sie ihre Interessen nicht mehr vertreten sehen, weil sich Politik gefühlt mehr mit Randgruppen und Einzelinteressen beschäftigt, als mit ihren zentralen Lebenserfahrungen und –ängsten. Joe Weingarten: „Dies auch weil Politik eine technokratische Sprache spricht, die sich mehr an andere Politiker oder Journalisten wendet, als an die Menschen. Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, dass sich das ändert. Denn nur mit klaren Zielen und klarer Sprache dämmen wir die Angst der Menschen und ihr Abgleiten in Extremismus und Populismus ein.“

Dank an Minister Wissing
Der Wechsel nach Berlin fällt ihm nicht leicht. „Ich gebe eine erfüllende und wichtige Aufgabe in Mainz auf. Meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Innovations-, Technologie und Außenwirtschaftsförderung des Landes Rheinland-Pfalz bin ich für das gemeinsam Geleistete sehr dankbar. Das gilt ebenso für Landeswirtschaftsminister Dr. Volker Wissing, dem ich zu großem Dank für sein Vertrauen seit seiner Amtsübernahme 2016 verpflichtet bin. Die gemeinsamen Prinzipien einer innovationsorientierten Wirtschaftspolitik, einer freien Gesellschaft und einer Stärkung der Verantwortung Deutschlands in der Welt nehme ich mit und führe sie gerne fort“, so Weingarten abschließend.

red – 21.10.19

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