Landesmuseum „legt Kelten trocken“ – Neue Lüftung verhindert Schimmelbildung

Ehrenamtliche Helfer haben mit Hilfe von „OIE macht’s möglich!“ das Keltengrab im Landesmuseum besser belüftet.

BIRKENFELD. Ein Grab, eine Leiche, ein Museum: Was sich liest, als sei es der Beginn eines Kriminalromans, hat einen ganz realen Hintergrund und sich in den vergangenen Monaten im Landesmuseum Birkenfeld zugetragen. Dort hat eine nicht ausreichende Belüftung dafür gesorgt, dass das sogenannte „Keltengrab“ hoher Feuchtigkeit ausgesetzt war und sich massiv Schimmel bildete. Für Abhilfe sorgten ehrenamtliche Helfer rund um Museumsverwalter Hisso von Selle, die von Jutta D’Orazio, Pressesprecherin der OIE, unterstützt wurden. Sie hatte bei ihrem Arbeitgeber um Zuschuss aus dem Mitarbeiterprogramm „OIE macht’s möglich!“ gebeten und erhielt knapp 800 Euro für das Projekt. Weitere finanzielle Unterstützung erhielt das Museum durch die Firma Schüller aus Niederbrombach.

ANZEIGE:


„Mit zunehmender Feuchtigkeit im Keltengrab hatten wir schon seit einiger Zeit zu kämpfen, denn das Grab liegt in einem Kriechkeller. Die Kleidung unter der Gips-Leiche war regelrecht verfault. Da war es höchste Zeit, dass Abhilfe geschaffen wurde“, erläutert von Selle. Der Keller war nicht ausreichend belüftet. Darum wurden nun eine zweite Lüftungsöffnung und ein besserer Lüfter, der mit einem Hygrometer gekoppelt ist, eingebaut. Gut, dass Vereinsmitglied Werner Nolde nicht nur das Museumsteam ehrenamtlich beriet, sondern auch noch die Beschaffung des Lüfters organisierte und eine Kernbohrung zur Herstellung der zweiten Lüftungsöffnung durch ein regionales Unternehmen veranlasste. Die Schachtarbeiten sowie das Montieren des größeren Lüfters konnten dann mit ehrenamtlichen Helfern, unter anderem zwei iranischen Flüchtlingen und „Museumselektriker“ Michael Reischl, durchgeführt werden. „Bisher hat sich die Maßnahme bewährt; im Winter wird sich zeigen, ob die Feuchtigkeit durch die Maßnahme ausreichend reduziert werden kann. Wir danken Jutta D’Orazio und der OIE für die großzügige Unterstützung, die uns sehr geholfen hat“, so von Selle weiter.

Das Museum des Vereins für Heimatkunde im Landkreis Birkenfeld wurde 1910 im Stil eines römischen Landhauses erbaut. Die feierliche Einweihung des „Landesmuseums“ fand am 17. Oktober 1910 in Anwesenheit des Großherzogs Friedrich August von Oldenburg statt. Es werden Dauerausstellungen zu den Schwerpunkten „Kelten und Römer“, „Birkenfeld und die Wittelsbacher“, „Eisenhüttenwesen im Landkreis Birkenfeld“, „Altes Klassenzimmer um 1930“ sowie die Oldenburg-Zeit gezeigt.

ANZEIGE:


In den jährlich wechselnden Sonderausstellungen und an Aktionstagen werden die zahlreichen Exponate der Sammlung zu verschiedenen Themen präsentiert. Der Besucher trifft so ein abwechslungsreiches Angebot an. Darüber hinaus bietet das Landesmuseum Birkenfeld auf Nachfrage museumspädagogische Angebote für Schulklassen an. Vom 22.09.2019 bis 15.12.2019 gibt es eine Sonderausstellung zum Thema „Jüdische Lebenswelten in Deutschland heute“.

red – 14.09.19

Diese Meldung wurde Ihnen präsentiert von:

Nahe-News Newsletter:

Möchten Sie keine aktuellen Nachrichten mehr verpassen, dann melden Sie sich einfach für den Newsletter an. Sie müssen nur einfach Ihre Mailadresse in das Feld am unteren Ende dieser Seite eintragen!
Aktuelle News erfahren Sie auch auf unserer Nahe-News-Fan-Seite bei Facebook