Keine Veränderungen bei Guldentaler Gemeindespitze – Parteien äußern sich zur Beigeordnetenwahl

Ortsbürgermeisterin Elke Demele mit den Beigeordneten Peter Schermuly, Kurt Römer, King Karl Bodtländer und Verbandsbürgermeister Michael Cyfka (v.re.)

GULDENTAL. Recht zügig verlief am gestrigen Mittwoch die konstituierende Ratssitzung. Ortsbürgermeisterin Elke Demele wurde vom 1. Beigeordneten Peter Schermuly für eine 2. Amtszeit ernannt.
Bei der Wahl der drei Beigeordneten gab es keine Veränderungen. Peter Schermuly bleibt weiterhin erster Beigeordneter. Er gehört zwar dem neuen Rat nicht als Ratsmitglied an, wurde von der Freien Liste dennoch vorgeschlagen. Er gewann die Wahl gegen den CDU-Kandidaten Robert Lichtenberg, der ebenfalls dem aktuellen Rat nicht angehört. Auf Schermuly entfielen zehn Stimmen, Lichtenberg bekam fünf Stimmen.

ANZEIGE:

Bei der Wahl des zweiten Beigeordneten stand nur King Karl Bodtländer von der SPD zur Wahl. Er bekam 10 Ja- und 5 Nein-Stimmen. Für die Wahl des dritten Beigeordneten stand wieder Kurt Römer von den Grünen zur Wahl. Er wurde einstimmig mit 15 Stimmen gewählt.

„Ich freue mich sehr darüber, dass wir in der bewährten Koalition zwischen der SPD, der FLG und den Grünen auch in die neue Legislaturperiode des Guldentaler Gemeinderates gehen“, ist die alte und neue Ortsbürgermeisterin Elke Demele begeistert über den Verlauf der Sitzung.
Im Vorfeld hatten die drei Fraktionsvorsitzenden Patricia Erb für die SPD, Rainer Schmitt für die FLG und Kurt Römer für die Grünen eine Zielvereinbarung für die nächsten fünf Jahre unterzeichnet, in der die Kernziele für die Zusammenarbeit im Gemeinderat definiert sind. „Wir haben gute Ideen gesammelt, die von der Erschließung des Neubaugebietes bis hin zur Entwicklung eines zukunftsfähigen Konzeptes für die Kinderbetreuung reichen. Damit sind wir für die kommenden Herausforderungen gut aufgestellt“, ist sich Schmitt sicher.
„Besonders freut es mich, dass auch grüne Themen, wie zum Beispiel die Entwicklung eines Konzeptes für sanften Tourismus, angegangen werden sollen“, betont Kurt Römer.

Überrascht waren SPD, Grünen und FLG über die eintimmige Wahl von Kurt Römer zum Beigeordneten. „Ich finde es eine tolle Geste der CDU, dass sie mit der Wahl von Kurt Römer gezeigt hat, dass sie in den nächsten fünf Jahren konstruktiv im Gemeinderat mit den anderen Fraktionen zusammenarbeiten möchte und alte Kriegsbeile begraben werden sollen“, so SPD-Fraktionsmitglied Matthias Schütte.

ANZEIGE:

Auch die CDU äußerte sich am heutigen Tag zum Verlauf der Beigeordnetenwahl. „Mit Rolf Lichtenberg haben wir einen Kandidaten in die Wahl zum Ersten Beigeordneten geschickt, der die Gemeindespitze gut ergänzt hätte. Leider haben sich die übrigen Fraktionen gegen ein klares Zeichen für eine gute Zusammenarbeit in Zukunft entschieden. Mit ihrem Stimmverhalten stellen sich SPD, Freie Liste und Grüne gegen den eindeutigen Willen der Wählerinnen und Wähler: Peter Schermuly, der nicht mehr in den Rat gewählt wurde, ist jetzt Teil der Gemeindespitze.

Bewusst verzichteten wir bei den weiteren Wahlgängen darauf, eigene Kandidaten ins Rennen zu schicken. Wir waren nicht bereit, weitere Kandidaten zu ‚verbrennen‘“, so Fraktionsvorsitzende Ulrike Lorenz. Trotzdem ist die CDU-Fraktion auch zukünftig bereit, im Sinne Guldentals mit den übrigen Fraktionen gut zusammenzuarbeiten.

„Das Neubaugebiet, das in der letzten Wahlperiode vernachlässigt wurde, muss endlich vorangetrieben werden. Wir brauchen eine nachhaltige und sichere Kinderbetreuung, die es jungen Menschen ermöglicht, in Guldental gut zu leben – und wir brauchen ein Konzept, das es den älteren Mitbürgern erlaubt, möglichst lange in ihrer Heimat bleiben zu können. Dazu haben wir vor der Wahl klar Stellung bezogen und Vorschläge gemacht. Diese wollen wir weiterhin einbringen. Es freut mich, dass die SPD bereit zu sein scheint, unsere Ideen zu übernehmen. Deshalb werden wir die Arbeit der Ortsbürgermeisterin zwar kritisch, aber immer konstruktiv begleiten“, so Ulrike Lorenz abschließend.

pdw – 05.09.19

Diese Meldung wurde Ihnen präsentiert von:

Nahe-News Newsletter:

Möchten Sie keine aktuellen Nachrichten mehr verpassen, dann melden Sie sich einfach für den Newsletter an. Sie müssen nur einfach Ihre Mailadresse in das Feld am unteren Ende dieser Seite eintragen!
Aktuelle News erfahren Sie auch auf unserer Nahe-News-Fan-Seite bei Facebook