Naturstation „Lebendige Nahe“ öffnet wieder

Auch ein Bergmolch gibt es in der Naturstation zu bewundern.

BAD MÜNSTER AM STEIN / EBERNBURG. Der Frühling hält Einzug in der Naturstation – Grund genug, die Ausstellung mit heimischen Reptilien und Amphibien nach der langen Winterpause, die durch gut besuchte Vorträge aufgelockert wurde, wieder für das Publikum zu eröffnen. Am Samstag, 27. April ist es soweit: Die Naturstation „Lebendige Nahe“ öffnet ab 14.00 Uhr ihre Türen.

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Alle Tiere haben die Winterruhe im Besucherbergwerk Schmittenstollen wohlbehalten überstanden. Die klimatischen Verhältnisse im ehemaligen Quecksilberbergwerk sind ideal für die Überwinterung. Dabei werden die Körperfunktionen von Würfelnatter, Feuersalamander und Co. stark reduziert, die Tiere sind schwerfällig aber nicht bewegungslos oder starr. Die Reptilien und Amphibien nehmen während dieser Zeit keine Nahrung auf und leben von ihren Fettreserven, das Körpergewicht verringert sich in mehreren Monaten nur um wenige Prozent. Wärmere Temperaturen und länger werdende Tage sind für die Tiere das Zeichen wieder aktiv zu werden. Bereits im März sind die Tiere aus dem Stollen zurück ins Kurmittelhaus gebracht worden, um sie langsam an die neue Jahreszeit zu gewöhnen, Temperatur und Beleuchtung wurde nach und nach angepasst. Die Simulation der natürlichen Verhältnisse ist nicht zuletzt für die Fortpflanzung wichtig: Schon in den ersten Nächten im Terrarium wurden Larven des Feuersalamanders abgesetzt, auch bei den Unken hat sich bereits Nachwuchs eingestellt. Wegen des großen Erfolges im Vorjahr wird wieder in einer kleinen Sonderausstellung das Leben der „Urzeitkrebse“ gezeigt, welche auch in unserer Region vorkommen, jedoch ein sehr verborgenes Leben führen und kaum erforscht sind. Diese Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit dem Experten Jan Venzlaff präsentiert, der uns auch einige Exemplare dieser „lebenden Fossilien“ zur Verfügung stellt. Auch die Gottesanbeterin wird in diesem Jahr wieder zu beobachten sein. Erweitert wurde die Sonderausstellung, die sich dem Leben der Fledermäuse im Nahetal widmet, um einen Monitor auf dem wissenswertes über die Schönen der Nacht präsentiert wird. Mit dem Bergmolch – der Lurch des Jahres 2019 – zieht eine neue Tierart in das Kurmittelhaus ein.

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Würfelnattern, Teichmolche, Blindschleichen, Smaragd- und Mauereidechse, Gelbbauchunken, Feuersalamander und die Gottesanbeterin freuen sich ab dem 27. April auf zahlreichen Besuch.

Geöffnet ist die Naturstation samstags, sonntags und an Feiertagen von 14 bis 18 Uhr. Für Besuchergruppen organisiert das ehrenamtliche Team nach Möglichkeit auch Führungen zu anderen Terminen. Kontakt kann unter der Telefonnummer 06708/641424 oder per email: info@naturstation.org aufgenommen werden.

red – 24.04.19

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