Drohnen eröffnen neue Perspektiven für Polizeiarbeit in Rheinland-Pfalz

RHEINLAND-PFALZ. Der Einsatz von unbemannten Luftfahrtsystemen, sogenannten Drohnen, soll künftig die Arbeit der Polizei unterstützen. „Ein Pilotversuch zur digitalen Tatortdokumentation beim Polizeipräsidium Trier hat gezeigt, dass diese moderne Technik für die Polizeiarbeit gewinnbringend eingesetzt werden kann“, sagte Innenminister Roger Lewentz bei eine Vorstellung des Fluggerätes am Standort der Hubschrauberstaffel in Winningen, die für die Aus- und Fortbildung der Polizei für den Umgang mit diesem Luftfahrtsystem zuständig ist.

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„Eine digitale Tatortdokumentation mit Hilfe von Drohnen und einem GPS-Positionierungssystem versetzt die Polizei in die Lage, qualitativ hochwertige und zukunftsorientierte Erhebungsmethoden mit bereits vorhandenen Geodaten zu verknüpfen“, so Lewentz. Es bestehe dadurch die Möglichkeit, die Vermessung des Tatortes und die Asservatenverwaltung an einem Rechner durchzuführen. Damit könnten Tatorte dreidimensional dargestellt und Tatorte virtuell betreten werden.

„Dieses neue Verfahren stellt einen neuen Weg in der Digitalen Tatortdokumentation dar, um Tatorte schneller, exakter und innovativer bearbeiten zu können. Es stellt insofern einen Quantensprung in der Aufnahme, Dokumentation und Auswertung von komplexen Tatorten dar“, betonte der Minister. Auch ein schwerer Verkehrsunfall sei ein Tatort, der auf diese Art in völlig neuer Weise dargestellt werden könne.

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Die Polizei beschäftigt sich schon seit längerem mit Einsatzmöglichkeiten von Drohnen. Dabei spielte nicht zuletzt im Nachgang zu dem Terroranschlag von Paris im November 2015 eine entscheidende Rolle, welche Fähigkeiten von Drohnen bei der Aufklärung von Tatorten die Spezialeinheiten im Zusammenhang mit solchen Anschlägen genutzt werden könnten. Hier geht es insbesondere um den buchstäblichen Blick hinter die Mauer oder um die Ecke, um Täterverhalten zu erkennen und die Gefahren für Einsatzkräfte reduzieren zu können. „Der Einsatz der unbemannten Luftfahrsystemen bietet enormes Potenzial für die polizeiliche Arbeit“, unterstrich Lewentz. Seit November 2018 können unbemannte Luftfahrtsysteme bereits bei den Spezialeinheiten regulär eingesetzt werden.

Der Betrieb von Drohnen ist zur Erfüllung der Aufgaben der Polizei erlaubnisfrei, dennoch wird an die Qualifikation der Steuerer ein hoher Standard angelegt, da ein professioneller Einsatz der Fluggeräte bei der Polizei über die Anforderungen an ein privates Fliegen deutlich hinausgeht. Aufgrund polizeispezifischer Belange erfolgt die Aus- und Fortbildung durch die Polizeihubschrauberstaffel Rheinland-Pfalz.

 red – 03.04.19

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