Meisenheimer SPD-Ortsverein feierte 100-jähriges Bestehen

MEISENHEIM. Stolz und vereint – so präsentiert sich der SPD-Ortsverein Meisenheim. Er feierte vor einigen Tagen am festlich geschmückten Gemeindehaus inmitten der historischen Altstadt sein 100-jähriges Bestehen. „Ihr seid eine wichtige Stütze unserer Partei, haltet Woche für Woche die Fahnen hoch für unsere Grundwerte. Ihr seid wie eine große Familie, in der Zusammenhalt gelebt wird. Darauf könnt ihr stolz sein!“, rief der Generalsekretär der rheinland-pfälzischen SPD, Daniel Stich, den Genossen zu. Er richtete in Vertretung des kurzfristig verhinderten SPD-Landesvorsitzenden, Innenminister Roger Lewentz, herzliche Grüße aus, unter anderem von Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

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Eingangs hatte Irene Lautenschläger, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Meisenheim, die zahlreichen Besucher willkommen geheißen. „Ich bin begeistert!“, freute sie sich über die illustre, erwartungsfrohe Gästeschar, unter der sich auch die eingeladene politische Konkurrenz befand. Lautenschläger empfahl allen das aktuell erschienene Heft „100 Jahre Sozialdemokratie in Meisenheim“, das Stadtarchivar Friedhelm Anthes nach intensiven Recherchen zusammengestellt hat.

Wolfgang Corsten, 2. Vorsitzender des Ortsvereins, und SPD-Stadtratsfraktions-Chef Ralf Gillmann trugen interessante Passagen daraus vor. Gillmann wies dabei auf die zahlreichen SPD-Bürgermeister und -Abgeordneten hin, die stets beste Kontakte in die Landeshauptstadt pflegten. „Das zahlte sich für unser Meisenheim aus“, stellte Ralf Gillmann zufrieden fest, der sich bei der SPD-geführten Landesregierung für die beachtlichen Fördermittel für die Glanstadt von vielen Millionen Euro bedankte.

Die Zahl der Gratulanten war groß. Sie wurde von Dr. Denis Alt angeführt, dem früheren SPD-Landtagsabgeordneten, der seit wenigen Tagen Staatssekretär im Wissenschaftsministerium ist. „Die Meisenheimer SPD ist eine Bank, auf die man sich verlassen kann“, weiß Alt. Sein Nachfolger als MdL, Markus Stein, sicherte den Genossen vom Glan seine volle Unterstützung zu. Der Vorsitzende des neuen Gemeindeverbandes Nahe-Glan, Uwe Engelmann, forderte die Genossen auf, einig und geschlossen zu bleiben. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Meisenheim, Dietmar Kron, wünscht sich, dass „wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen und unsere Verbandsgemeinde voranbringen“; auch nach der Fusion mit der VG Bad Sobernheim.

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Der ehemalige Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär Fritz Rudolf Körper aus dem Nachbarort Rehborn rief nachdrücklich dazu auf, „unsere Demokratie mit Klauen und Zähnen auch in unruhigen Zeiten“ zu verteidigen. Die SPD müsse „die Schutzmacht der kleinen Leute bleiben“. Hans-Jörg Lenhoff vom SPD-Ortsverein Odernheim bescheinigte Meisenheim eine gute Entwicklung. Egal, welcher der drei innerparteilichen Kandidaten für das Amt des ersten Bürgermeisters der neuen VG Nahe-Glan, Uwe Engelmann, Dietmar Kron oder Hans-Jörg Lenhoff, nominiert werde, es sei das erklärte Ziel der ganzen Partei, dass der Bürgermeister ein Sozialdemokrat sein müsse.

Andreas Müller, SPD-Bürgermeister der Nachbar-VG Lauterecken-Wolfstein, gratulierte Irene Lautenschläger und ihrem rührigen Team zu der „tollen Leistung, diese schöne Veranstaltung zu organisieren“. Müller wünscht sich weiterhin eine harmonische Zusammenarbeit von Lauterecken und Meisenheim.

Langjährige Mitglieder ausgezeichnet
Dass die SPD seit 100 Jahren das Leben am Glan prägend mitgestaltet, belegen die Ehrungen langjähriger Mitglieder, die auch außerhalb der Partei ehrenamtlich starke Akzente setzten und immer noch setzen. Daniel Stich übergab Urkunden und Ehrennadeln für 25-jährige Mitgliedschaft an Hans-Friedrich Haag (Meisenheim), für 40-jährige Mitgliedschaft an Günter Eberle (Hundsbach), für 50-jährige Mitgliedschaft an Friedhelm Anthes (Jeckenbach), Annelie und Werner Frenger (Hundsbach) sowie Helga Herzog (Callbach), für 60-jährige Mitgliedschaft an Günther Wenzel (Meisenheim) und Wolfgang Schumann (Meisenheim/Bad Kreuznach). Der frühere, langjährige Bürgermeister von Verbandsgemeinde und Stadt Meisenheim bekam für sein Lebenswerk Standing Ovations. Schumann hielt ein engagiert vorgetragenes Plädoyer für eine lebendige und wehrhafte Demokratie.

Irene Lautenschläger kündigte an: „Wir Sozialdemokraten wollen Meisenheim weiter nach vorne bringen. Wir hoffen, dass uns die Menschen auch weiterhin ihr Vertrauen schenken!“ Die Veranstaltung wurde von Uli Holzhausen musikalisch umrahmt. Zum Schluss sangen die Genossen gemeinsam mit ihren Gästen das traditionsreiche Lied der deutschen Sozialdemokratie: „Wann wir schreiten Seit´ an Seit´ und die alten Lieder singen“. Bei Leckereien des aufgebauten kalten Büfetts, Meisenheimer Weinen und anderen Getränken ließen es sich die Feiernden bis in den späten Abend hinein gut gehen.

kd – 25.03.19

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