Touristische Bilanz in Bad Kreuznach positiver als im Naheland

Wolfgang Heinrich (li.I9 und Michael Vesper stellten die Bilanz vor.

BAD KREUZNACH. Vor einigen Tagen stellten Bürgermeister Wolfgang Heinrich und der Geschäftsführer für Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach GmbH, Michael Vesper die Besucherzahlen für den Tourismuszahlen 2018 vor. Etwas erleichtert ist man darauf, dass die Bilanz in Bad Kreuznach positiver als im Naheland ist.
Positive Zahlen weist die touristische Jahresbilanz für Bad Kreuznach aus, wenn man vom Sondereffekt der Schließung der Paracelsus Klinik in Bad Münster am Stein zum 1.7.2018 absieht.

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Wolfgang Heinrich: „Dabei stellen sich Gäste- und Übernachtungszahlen deutlich besser dar, als in der Gesamtbilanz der Touristischen Region Naheland, die im Wesentlichen die Kreise Bad Kreuznach und Birkenfeld umfasst“.
Das Naheland musste insgesamt erneut deutliche Verluste hinnehmen und bildet mit -7,7 % bei den Gästeankünften und -8,7 % bei den Übernachtungen das Schlusslicht unter den Regionen des Landes. Demgegenüber weist die Statistik für Bad Kreuznach (mit Campingtourismus und Anbietern unter 10 Betten) bei den Gästezahlen ein Plus von 0,6% im Vergleich zum Vorjahr aus, während bei den Übernachtungen ein Rückgang von 2,8 % zu verzeichnen ist. Die Gesamtzahl der Übernachtungen ist um etwa 18.000 auf 634.653 gesunken. „Das ist genau der Rückgang, der bei den Übernachtungen in Reha-Kliniken zu verbuchen ist. Allein der Stadtteil Bad Münster am Stein-Ebernburg hat vor allem durch die Schließung der Paracelsus-Klinik 22.000 Übernachtungen verloren, was durch einen leichten Anstieg in Bad Kreuznach um 3.000 Übernachtung nicht kompensiert werden konnte“, so Heinrich weiter.

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„Betrachtet man nur die Übernachtungen in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und anderen Beherbergungsbetrieben, so ist in der Gesamtbilanz im Jahresvergleich ein Plus bei den Gästen von 1,4% und bei den Übernachtungen von 0,2% zu verzeichnen. Auch hier lohnt ein Blick auf die unterschiedliche Entwicklung in Bad Kreuznach und im Stadtteil Bad Münster am Stein-Ebernburg: Während die Statistik für Bad Kreuznach (ohne BME) einen Zuwachs von 4.000 Übernachtungen (+1,9%) und ein Anstieg der Gästezahl um 3.000 Personen (3,2%) ausweist, verlor Bad Münster am Stein zwar 1000 Gäste (-3,3%) und 3.000 Übernachtungen (-3,2 %) konnte sich aber immer noch weit besser behaupten als die Gesamtstatistik des Nahelandes. Bad Kreuznach ist immer noch stark von den Übernachtungen in Reha-Kliniken geprägt, die einen Anteil von 53% der Gesamtübernachtungen ausmachen, wobei die Lücke sich langsam schließt. Da sei es schmerzlich, dass die Stadt im Stadtteil Bad Münster am Stein erneut eine Klinik verloren habe. Dieser statistische Effekt werde sich auch 2019 bemerkbar machen, weil dann erstmals die Übernachtungen der Paracelsus Klinik komplett fehlten“, so Heinrich.

Aber es gibt auch positive Signale: Denn die Dreiburgenklinik und die Nahetalklinik werden ihre Kapazitäten erweitern, so dass hier wiederum ein Zuwachs zu erwarten sei. Wichtig sei aber, dass insbesondere die stetig steigenden Gästezahlen belegten, dass die touristische Attraktivität weitergegeben sei. Die Statistik für die Stadt Bad Kreuznach (ohne BME) weist für weit für die vergangenen beiden Jahre einen Zuwachs bei den Übernachtungen in Höhe von 6% und bei den Gästezahlen von 5,5% aus. Das sei ein zur bedauerlichen Entwicklung in der touristischen Gesamtregion gegenläufiger Trend. Bürgermeister Heinrich betonte auch, dass Bad Kreuznach durch die Investition der Familie Meffert ein neues Viersterne-Hotel mit ganz eigenständigem Profil gewonnen habe, das werde sich in der Statistik 2019 erstmals vollständig bemerkbar machen.

„Um neue Gäste zu gewinnen, gelte es den Nachfragemarkt Rhein-Main verstärkt in den Fokus zu nehmen. Sowohl für Tagestouristen als auch für Übernachtungsgäste können die Stadt und die Region Qualitäten anbieten, die so andernorts nicht zu finden seien. Die GuT engagiere sich daher ebenso wie die Stadt Bingen im Touristischen Arbeitskreis Rhein-Main und werde auch in der Rheinhessen-Touristik GmbH aktiv mitarbeiten“, verkündete Heinrich, und bestätigte, dass die die Gesellschafter bei der Rheinhessen-Touristik ist.

Der Bürgermeister machte auch keinen Hehl daraus, das die Stadt gerne vom Naheland profitieren würde. „Man muss schnell was tun, um gegenzusteuern. Die Touristen wollen mittlerweile nur das Beste vom Besten. Man kann sich nicht im Tourismus ausruhen, es ist Kreativität gefragt“, so Heinrich.

pdw / red – 14.03.19

 

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