Tablet statt Tafel – Unterricht an der Realschule plus

Lorenz Kupfer (Microsoft), Dieter Baust (Schulaufsicht Neustadt), Nils Korndörfer (Schulabteilung Kreisverwaltung), Steffen Wolf (Erster Kreisbeigeordneter), Manuel Hortian (Konrektor Realschule+), Andreas Dilly (Rektor Realschule+), Dorothea Schäfer (Landrätin) und Said Haouar (Schulabteilung Kreisverwaltung). Copyright: Kreisverwaltung Mainz-Bingen/Dörte Gebhard.

KREIS MAINZ-BINGEN. Digitale Hausaufgabenhefte, Vokabeltrainer-Apps und Spracherkennungsfunktionen: Das Arbeiten und Lernen mit Tablets gehört in der Realschule plus Gau-Algesheim längst zum Alltag. Beim Besuch in der Schule informierten sich Landrätin Dorothea Schäfer und der Erste Kreisbeigeordnete Steffen Wolf darüber, wie der Unterricht der Zukunft konkret aussieht.
Seit zwei Jahren setzt die Realschule plus auf moderne Technik, um die Schülerinnen und Schüler auf die zunehmend digitalisierte Welt vorzubereiten. Das Pilotprojekt startete im März 2017 und wird seither vom Landkreis Mainz-Bingen unterstützt. „Die Anschaffung der Geräte und das technische Know-How sind das eine, aber das Konzept auch zu leben – so wie Sie es hier tun – ist die andere Sache“, so Landrätin Dorothea Schäfer.

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Schulleiter Andreas Dilly ergänzte, dass die Zusammenarbeit mit dem Landkreis sehr gut funktioniere. Whiteboards und Apple-TVs gehören in fast allen Räumen zur Standardausstattung und ermöglichen den unkomplizierten Einsatz in einer funktionierenden WLAN-Umgebung. Mittlerweile stehen allen Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 8 und 9 Tablets zur Verfügung, Klassenstufe 10 wird folgen. Bewährt hat sich dabei eine einheitliche Infrastruktur mit iPads der Firma Apple kombiniert mit passenden Software-Produkten von Microsoft wie etwa das digitale Notizheft OneNote. „Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, dass Heimgeräte für den Unterricht mitgebracht werden. Alle Schülerinnen und Schüler genießen die gleichen medialen Vorteile und die Anschaffung der Geräte stellt keine Belastung für die Familien dar“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete Steffen Wolf.

Sowohl die Lehrkräfte als auch die Schülerschaft stellen im Unterricht die Inhalte und Aufgaben auf eine Internetseite und können so jederzeit auf diese zugreifen. Dabei können die Heranwachsenden selbst entscheiden, ob sie die iPads benutzen oder ihre Aufgaben handschriftlich erledigen. Wichtig sei der Schule zudem, dass auch weiterhin mit dem Medium Buch gearbeitet wird. „Der Einsatz moderner Medien soll kein Allheilmittel sein“, erklärt Konrektor Manuel Hortian. Durch die Tablets allein werden keine besseren schulischen Leistungen garantiert. Diese seien von verschiedenen Faktoren abhängig, unter anderem von dem Engagement der Schülerinnen und Schüler sowie den Lehrern.

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Um sich kontinuierlich neue Fähigkeiten und neues Wissen im Bereich Medien zu erschließen, spielt die Medienkompetenz an der Realschule plus eine wesentliche Rolle. Denn der Umgang mit Medien ist häufig oberflächlich. Regelmäßig werden Schulungen sowohl für Eltern, Lehrkräfte als auch Lernende angeboten. Thematisiert werden zum Beispiel Gefahren des Internets wie Cybermobbing, Datendiebstahl und Suchtverhalten. Und das auch ganz konkret: „Seiten wie Facebook oder Instagram sowie Inhalte ab 16 Jahren sind nicht freigeschaltet“, sagt ein Schüler.

red – 08.03.19

 

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