Das Casinogebäude weiter sanieren oder verkaufen: Stadtrat muss entscheiden

Bis Ende April soll das Gerüst rund um das Casinogebäude abgebaut sein

BAD KREUZNACH. Das Casino komplett sanieren, nur in abgespeckter Form ausbauen oder das Gebäude zum Verkauf anbieten. Unter diesen drei Varianten kann der Stadtrat wählen. Eine detaillierte Kostenaufstellung zu allen drei Varianten stellten Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer und der Leiter der Bauverwaltung, Klaus Christ, in einem Pressegespräch vor.

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„Nur bei der Vollsanierung ist der Ratssaal nicht nur für Sitzungen, sondern wäre auch für größere Veranstaltungen zu nutzen, ebenso wie der Ratskeller. Bei einem Teilausbau wäre dies nicht möglich. In der Kostenkalkulation würde dann der Ratskeller fehlen, den die Stadträte nach ihren Sitzungen als Ort der Begegnung  schätzen, außerdem stünde dieser historische Ort nicht mehr für Empfänge zur Verfügung“, so Oberbürgermeisterin Dr. Kaster-Meurer, die aus den genannten Gründen den Vollausbau favorisiert.

Gegen einen Verkauf des denkmalgeschützten Gebäudes spricht für die OB dessen Bedeutung, Identität stiftend für die Bürger, ein Kapitel Stadtgeschichte und einst Zentrum der Casinogesellschaft.
Der erste Bauabschnitt ist Ende April abgeschlossen und wird voraussichtlich 3,1 Millionen Euro kosten. Der Wunsch , das Gebäude barrierefrei zu machen, die aktuellen Anforderungen des Brandschutzes und die im Lauf der Arbeiten entdeckten erheblichen Baumängel z.B. an der Sandsteinfassade, die unter mehreren Schichten Farbe lag, trieben die Kosten in die Höhe und verlängerten die Bauzeit, erläuterte Bauamtsleiter Klaus Christ. Die Fördersumme durch das Land kann bei 50 bis 60 Prozent der Gesamtkosten liegen.

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Als nächstes befasst sich der Ausschuss für Stadtplanung, Bauwesen, Umwelt und Verkehr in seiner Sitzung am Mittwoch, 13. März, mit dem Thema. Wann es eine Entscheidung des Stadtrates gibt, ist noch offen, so also auch die Frage, ob diese noch vor den Kommunalwahlen im Mai fällt.
Zu den Beschlussfassungen sind noch Anträge und Genehmigungen für Förderung durch das Land Rheinland-Pfalz und Haushaltsfreigaben für die Jahr 2020 und 2021 nötig.

Mit dem Ausbau, sei es voll oder nur teilweise, werde man nicht vor dem nächsten Jahr beginnen können, so Klaus Christ. Zudem gibt es noch Abstimmungen mit dem Denkmalschutz.

red – 08.03.19

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