DRK Bad Kreuznach ist startklar für die Fastnachtszeit

BAD KREUZNACH / REGION. Wenn beim Deutschen Roten Kreuz in Bad Kreuznach alle Fahrzeuge auf Vordermann gebracht werden, Materialbestellungen versendet werden und alle Einsatzkräfte sich in der Fortbildung nochmal mit Themen wie Unterkühlungen, Alkoholvergiftungen und Verletzungen beschäftigen, ist die fünfte Jahreszeit nicht mehr weit. Schon seit Jahresbeginn laufen die Vorbereitungen für die Fastnachtszeit beim DRK auf Hochtouren. Für die rund 70 ehrenamtlichen Einsatzkräfte beginnt die heiße Phase mit dem Narrenkäfig auf dem Kornmarkt in Bad Kreuznach an Altweiberdonnerstag. Für den Narrenkäfig hält das Rote Kreuz im Bereich der Veranstaltung drei Behandlungszelte und mehrere mobile Einsatzteams bereit, um im Notfall schnell beim Patienten sein zu können. Ausgestattet mit Digitalfunk und Notfallrucksack sind sie für alle Notfälle bestens gerüstet. „Wir starten in diesem Jahr mit 15 neuen Rotkreuzlern, da sich unsere Zahl der ehrenamtlichen Helfer im letzten Jahr erfreulich gesteigert hat. Die neuen Sanitäter freuen sich schon alle auf ihren ersten Großeinsatz und sind bestens gerüstet“,  äußert sich DRK-Bereitschaftsleiter Thilo Hahn im Vorfeld der Fastnacht.

ANZEIGE:


Die erste Großveranstaltung ist traditionell der Altweiberdonnerstag mit dem Kreuznacher Narrenkäfig. Mit drei Behandlungspunkten hält man beim DRK in diesem Jahr am bewährten Konzept der vergangenen Jahre fest. So wird es je ein Behandlungszelt am Kornmarkt, im Bereich der Roßstrasse und an der Nordsee in der Kreuzstraße geben. Die Zelte sind so eingerichtet, dass dort eine fachliche Erstversorgung durch Sanitäter erfolgen kann. Dazu stehen den Einsatzkräften Notfallcontainer, Defibrillatoren, Sauerstoff und einige Liegeplätze zur Verfügung. „Jeder Patient wird nach einem festgelegten Schema untersucht und behandelt. Dann wird entschieden, ob er entlassen werden kann oder zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus muss“, erklärt DRK-Sprecher Philipp Köhler das allgemeine Vorgehen. Für den Transport der Patienten in die umliegenden Krankenhäuser stehen mehrere Rettungswagen und ein Notarzt bereit.

An der Kreiznacher Narrenfahrt sind dann auch der Arbeiter-Samariter Bund und die Malteser mit im Dienst. Hier setzt man bei der DRK-Einsatzleitung erneut auf viele mobile Einsatzteams entlang der Zugstrecke und zusätzliche Rettungsfahrzeuge. Nach den Großeinsätzen rund um den Narrenkäfig und die Kreiznacher Narrenfahrt am Samstag, sind die Ehrenamtlichen des DRK noch bei den Fastnachtsumzügen in Planig, Bad Sobernheim, Merxheim und Meisenheim vor Ort. Weitere DRK-Ortsvereine sind in Waldböckelheim und beim Nachtumzug in Bockenau im Einsatz. Was alle Einsatzkräfte eint, ist die Hoffnung, dass es während der närrischen Veranstaltungen zu keinen Zwischenfällen kommt. „Man hört immer wieder von Gewalt und Respektlosigkeit, die gegenüber Einsatzkräften ansteigt. Im Landkreis Bad Kreuznach zählt für uns als ehrenamtliche Helfer jedoch das fröhliche Feiern mit den Menschen. Wir freuen uns auf jeden Fall über ein „Dankeschön“ für unsere Arbeit und sind uns sicher, dass alle Kreuznacher vor allem friedlich und fröhlich feiern möchten“, so Köhler weiter. Damit Narren jeden Alters fröhlich feiern können und gesund wieder nach Hause kommen, bittet das Rote Kreuz alle Besucher um Mithilfe:

Auf andere Menschen achten und Hilfe rufen!
Gerade bewegungsunfähige Personen sind bei diesen eisigen Temperaturen schnell der Gefahr einer lebensbedrohlichen Unterkühlung ausgesetzt. Findet man einen Menschen, der Hilfe benötigt, weil er erschöpft, stark alkoholisiert oder unterkühlt ist, so benötigt dieser umgehend medizinische Hilfe. Das DRK ist jederzeit vor Ort ansprechbar oder kann unter Notruf 112 telefonisch verständigt werden. Gerade wenn Alkohol im Spiel ist, werden Symptome einer Unterkühlung häufig unterschätzt. “Alkohol zum Aufwärmen ist kein guter Rat. Lieber sollte man auf mehrere Lagen Kleidung und warme Socken achten. Das funktioniert auch mit einem Kostüm.” erklärt DRK-Sprecher Philipp Köhler.

ANZEIGE:

Maß halten ist wichtig!
Bei Alkohol ist es wichtig, die eigenen Grenzen zu kennen und nicht zu überschreiten. Ganz auf Alkohol verzichten muss niemand, aber Maß zu halten ist wichtig. Maßloser Konsum hingegen kann zu einer Vergiftung führen mit lebensgefährlichen Folgen. Ein leichter Rausch ist noch kein Notfall. Wenn aber jemand durch überhöhten Alkoholgenuss bewusstlos wird, gehunfähig ist oder am Boden liegt, muss das unbedingt ernst genommen werden. Dann zählen schnelle medizinische Hilfe (Notruf 112), Wärmeerhaltung und die Seitenlage bei Bewusstlosigkeit.

Eltern sollen erreichbar sein!
Die Sanitätsorganisationen haben außerdem eine Bitte an alle Eltern, deren Nachwuchs die Altweiberfastnacht besuchen: „Bleiben Sie erreichbar. Dann können wir in weniger schweren Fällen anrufen und den Jugendlichen abholen lassen.“

red – 27.02.19

DIESE MELDUNG WURDE IHNEN PRÄSENTIERT VON:

Nahe-News Newsletter:

Möchten Sie keine aktuellen Nachrichten mehr verpassen, dann melden Sie sich einfach für den Newsletter an. Sie müssen nur einfach Ihre Mailadresse in das Feld am unteren Ende dieser Seite eintragen!
Aktuelle News erfahren Sie auch auf unserer Nahe-News-Fan-Seite bei Facebook