Freude bei der Stadt: Bewilligung für „Soziale Stadt“ traf ein

IDAR-OBERSTEIN. Zum Beginn des neuen Jahres traf gleich eine gute Nachricht bei der Stadt Idar-Oberstein ein: Das Ministerium des Inneren und für Sport Rheinland-Pfalz teilte mit, dass die Bewerbung um die Aufnahme des Stadtquartiers Wasenstraße in das Förderprogramm „Soziale Stadt“ erfolgreich war.

In den vergangenen Jahren konnten im Stadtteil Oberstein mit dem Städtebauförderprogramm „Aktive Stadtzentren“ bereits eine Vielzahl von öffentlichen und privaten Sanierungsmaßnahmen erfolgreich umgesetzt werden. Auf der anderen Nahe-Seite sollen nunmehr im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt“ ebenfalls positive Entwicklungen angestoßen werden, um den Bereich als attraktiveren Wohn- und Arbeitsstandort weiterzuentwickeln. Das Bund/Länder-Programm verknüpft dazu bauliche Investitionen der Stadterneuerung mit Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen. Im Vordergrund stehen dabei neben der Verbesserung des Wohnumfelds und der Infrastruktur auch die Stärkung des sozialen Zusammenhalts und der Integration aller Bevölkerungsgruppen im Quartier.

Beteiligung der Bürger ist von großer Bedeutung
Im Gegensatz zum Programm „Aktive Stadt“ wird das Programm „Soziale Stadt“ durch ein Quartiersmanagement (QM) begleitet und unterstützt. Dabei wird der Quartiersmanager in den kompletten Prozess der Erarbeitung und Umsetzung des Programms eingebunden, fungiert als direkter Ansprechpartner für die Anwohner des Quartiers sowie als Vermittler zwischen Bevölkerung und Verwaltung. Eine der wichtigsten Aufgaben des QM ist die Koordination der Bürgerbeteiligung und die Vernetzung der Akteure vor Ort. Denn die Mitwirkung der Bewohner des Stadtquartiers bei der Auswahl und Planung der umzusetzenden Projekte ist von großer Bedeutung. Sie wissen schließlich am besten, welche Maßnahmen in ihrem Wohnumfeld notwendig und sinnvoll sind.

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Ähnlich, wie es bereits beim Programm „Aktive Stadt“ erfolgreich praktiziert wurde, sollen daher über eine intensive Bürgerbeteiligung die Anliegen und Bedürfnisse der Bewohner ermittelt werden. Aus den Vorschlägen wird dann ein sogenanntes Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) erstellt. Dabei handelt es sich um einen Maßnahmenplan, der vom Stadtrat beschlossen und dann sukzessive abgearbeitet wird.

Dass das Interesse der Quartiersbevölkerung an diesem Förderprogramm groß ist, zeigte die rege Beteiligung an dem Informationsabend, der Ende September 2018 im zukünftigen Fördergebiet durchgeführt wurde. Das Gebiet umfasst den Bereich Amtsstraße, Baumschule, Friedrich-Ebert-Ring 2, Heckweg, Ritterstraße 1 bis 21 sowie 2 bis 34, Schulstraße, Kasinostraße, Wilhelmstraße 1 bis 19 und Wasenstraße 1 bis 88. Die Aufnahme des Bereichs Halber Mond und Wüstlautenbach 3 in das Fördergebiet wurde von der Genehmigungsbehörde jedoch leider abgelehnt.

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Sobald der Haushalt 2019 der Stadt durch die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion genehmigt wurde, kann die Ausschreibung des Quartiersmanagements erfolgen. Wenn dieses dann aufgebaut und arbeitsfähig ist, beginnen die weiteren vorbereitenden Untersuchungen sowie die Bürgerbeteiligung. Hierzu wird es eine öffentliche Auftaktveranstaltung geben, vorgesehen sind unter anderem auch die Durchführung von Workshops zu bestimmten Themenfeldern, einer „Zukunftswerkstatt“ sowie die gezielte Einbindung bestimmter Personengruppen wie Kinder und Jugendliche. Da die Verantwortlichen bereits im Rahmen des Programms „Aktive Stadt“ gute Erfahrungen mit dieser Form der Bürgerbeteiligung gemacht haben, sind sie zuversichtlich, dass hieraus auch beim Programm „Soziale Stadt“ zahlreiche gute Ideen und Anregungen für das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept resultieren werden. Dessen Umsetzung soll dann zu einer Weiterentwicklung baulicher und sozialer Strukturen im Quartiersgebiet und letztlich zur Verbesserung der gesamten Lebenssituation der Bewohner führen.

 red – 29.01.19

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