Öl fing Feuer: Vier Leichtverletzte bei Küchenbrand

BRAUNWEILER. Bei einem Küchenbrand am Sonntagnachmittag haben vier Bewohner giftige Rauchgase eingeatmet und mussten vom Rettungsdienst versorgt werden. Die im Keller des Mehrfamilienhauses betroffene Wohnung ist nach dem Brand vorerst nicht mehr bewohnbar, der Schaden dürfte nach Schätzungen der Feuerwehr im fünfstelligen Bereich liegen. Ein Bewohner hatte einen Topf mit Öl auf dem Herd in der Küche angestellt, um Pommes frites zu frittieren. Das Öl fing in einem unbeaufsichtigten Moment Feuer. Als der Bewohner den Brand bemerkte, brannten bereits die Dunstabzugshaube und Küchenmöbel lichterloh. Er versuchte vergeblich, den Brand selbst zu löschen.

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Um kurz vor 16 Uhr wurden die Feuerwehren Braunweiler, Mandel und Wallhausen, das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Rüdesheim und die Wehrleitung mit der VG-Führungsunterstützung sowie die Polizei in die Heegwaldstraße alarmiert. Als der stellvertretende VG-Wehrleiter Rouven Ginz vier Minuten nach dem Alarm an der Einsatzstelle eintraf, hatten die vier anwesenden Bewohner das Gebäude bereits verlassen. Auch ein Hund konnte noch aus dem Gebäude geholt werden. Bei seiner Erkundung stellte Ginz die Verrauchung des kompletten Wohnhauses fest, aus der Hauseingangstür und den geöffneten Fenstern im Keller drang dichter Rauch. Ein Bewohner zeigte zu diesem Zeitpunkt Anzeichen für eine Rauchgasvergiftung. Aufgrund der vorgefundenen Lage forderte Ginz über die Feuerwehreinsatzzentrale die Alarmierung des Rettungsdienstes sowie die Erhöhung der Alarmstufe auf „B3“ an, was die Alarmierung der Feuerwehr Rüdesheim zu Folge hatte. Nach seinem Eintreffen übernahm VG-Wehrleiter Christian Vollmer die Einsatzleitung.

Ein Atemschutztrupp der kurz darauf eintreffenden Stützpunktfeuerwehr aus Wallhausen unter der Führung von Wehrführer Jens Gellweiler drang mit einem C-Rohr und Wärmebildkamera von der Gartenseite aus in die Kellerwohnung ein, und hatte die Flammen nach wenigen Augenblicken gelöscht. Teile der Kücheneinrichtung wurden ausgebaut und ins Freie gebracht. Weitere Atemschutzgeräteträger aus Wallhausen, Mandel und Rüdesheim standen in Bereitschaft. Die Bewohner des Hauses wurden vom Rettungsdienst gesichtet und teilweise zur weiteren Abklärung und Behandlung in Krankenhäusern gebracht.

Nach Abschluss der Belüftungsmaßnahmen und Übergabe der Einsatzstelle an die Polizei konnte der Einsatz, an dem 55 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei beteiligt waren, nach 90 Minuten beendet werden.

red – 28.01.19

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