Über 500 Bürger folgten Rück- und Ausblick beim Binger Neujahrsempfang

BINGEN. Er ist ein Höhepunkt im Vereinskalender der Stadt Bingen: Der traditionelle Neujahrsempfang der Stadt Bingen. Oberbürgermeister Thomas Feser konnte am Dienstag über 500 Bürger im Kongresszentrum begrüßen. Neben einem Rückblick über das abgelaufene Jahr stand auch der Ausblick auf die kommenden Monate im Mittelpunkt der Neujahrsrede des Oberbürgermeisters.

Als einen guten Jahresabschluss für 2018 nannte Feser die Verabschiedung des Doppelhaushalts 2019 / 2020. In den kommenden zwei Jahren wird die Stadt fast 40 Millionen Euro investieren. Der mögliche Schuldenstand beträgt fast 53 Millionen Euro.

„Ich bin mir dieser Tatsache sehr wohl bewusst, doch wir handeln verantwortungsvoll und investieren in Werte für die Bürgerinnen und Bürger Bingens! Mein wichtigstes Ziel: eine lebenswerte Stadt für alle Mitbürger! Und im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen benötigen wir keine Kredite zur Liquiditätssicherung und können unseren Schuldendienst bedienen. Ich denke, die Zeichen stehen günstig: Noch sind die Zinsen niedrig und wir haben Zuschüsse aus unseren städtebaulichen Entwicklungsprogrammen zu erwarten. Ein Dankeschön geht an die Zuschussgeber. Hier konnte beispielsweise eine Anhebung des Zuschusssatzes auf 80 Prozent erreicht werden“, so Feser.

Profitieren wird davon zum Beispiel das Programm „Aktive Stadtzentren“ in der Innenstadt. Aus diesem Topf wird gerade die neue Stadtbibliothek realisiert. Weitere Investitions-Schwerpunkte gibt es in den Bereichen Wohnen, Familie, Mobilität und Infrastruktur.

Unvergesslich ist für den OB auch die Feier im letzten Jahr anlässlich der Landesgartenschau vor zehn Jahren. Thomas Feser: „Ohne Zweifel ist das heutige Kulturufer ein Magnet für unsere Stadt, für die Bürgerschaft, aber auch für unsere Gäste und damit auch ein Wirtschaftsfaktor“.

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Eine Änderung steht im Bereich Tourismus an. Das Amt für Tourismusinformation wird in eine GmbH umgewandelt.

Im Moment wohnen in Bingen 26 666 Einwohner. Für den OB ist die Lebensqualität in Bingen gewachsen. Besonders freut es ihn, dass es vor allem die Menschen sind, die Bingen ausmacht. Dass dies so ist, liegt auch an der gewachsenen ehrenamtlichen Struktur in der Stadt. Feser dankte allen Vereinsmitgliedern. „Lassen Sie uns so weitermachen“, so der OB.

Natürlich durfte bei der Rede auch das umstrittene Bauprojekt, die kreuzungsfreie Anbindung des Rheins, nicht fehlen.
Thomas Feser: „Ja, unbestritten wird die Bauphase eine Herausforderung. Ich bin aber überzeugt, dass wir, wie bei so manch anderer Maßnahme, die zunächst im Kreuzfeuer stand, im Nachhinein mehr als zufrieden sein werden. Im Übrigen: Auch auf Burg Klopp wird tatsächlich gedacht. Maßstab für uns: Alle geplanten Projekte in Bingen so zu koordinieren, dass wir uns nicht gegenseitig behindern und der Einzelhandel möglichst wenig beeinträchtigt wird. Zudem lade ich herzlich ein, sich einzubringen und mit uns kreative Lösungen und Aktionen zu finden. Der Mehrwert ist nicht nur eine einladende Einfahrt in unsere Stadtmitte, sondern die Zusammenlegung von Parken und Innenstadt, quasi der rote Teppich ins Binger Zentrum. Sondern auch, genauso wichtig und in vielen Köpfen noch nicht angekommen, die unverzichtbare zweite Zufahrt zur Lösung einer Sackgassen-Situation des Rheinvorgeländes. Denn Anlass für das ganze Projekt ist ja die Schließung des Bahnübergangs am Starkenburger Hof.
Ich möchte Sie gewinnen als Botschafter in dieser bedeutenden Stadtentwicklungsmaßnahme. Dieses Projekt ist ein wichtiger Baustein in der Stärkung unserer Innenstadt“, so Feser abschließend.

Den Gästen kündigte er auch an, bei der bevorstehenden Oberbürgermeisterwahl am 10. November 2019 erneut zu kandidieren.

pdw – 10.01.19

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