Gartentipp Januar 2019: Weihnachtsbaum – Entsorgen oder Verwerten?

Letzte Weihnactsbaumnutzung.

Von Hans Willi Konrad

Auch dieses Jahr ist es irgendwann an der Zeit den festlich geschmückten Baum mal abzuräumen. Unabhängig davon ob schon vor Silvester geschehen, an Dreikönig oder im späteren Januar. Entsorgen heißt für mich „ab in die Tonne“.

Hans Willi Konrad

Verwerten bedeutet, den Rohstoff Baum noch auf irgendeine Art und Weise sinnvoll weiter zu nutzen. Bei vielen hängt der Entsorgungszeitpunkt vom Termin der Müllabfuhr, also der Entsorgungsbetriebe der jeweiligen Städte und Gemeinden ab. In vielen Dörfern sammelt vor allem die Feuerwehr die Gehölze ein. Die Masse der Mitmenschen sind über diese unkomplizierte Art der Abgabe froh.
Grundsätzlich sollten sie ohne Lametta und sonstigen Zierrat sein. Für viele ist es auch noch eine Möglichkeit der Feuerwehr eine Spende zu überreichen.

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Was geschieht anschließend mit den Bäumen. In manchen Kreisen werden sie je nach bestehender Möglichkeit verbrannt. Als Futter landen sie auf Pferdeweiden oder im Zoo. Auch das eine oder andere Forstamt nutzt das Grün zur Wildtierfütterung über Winter.

Gehäckselt habe ich die Nadelbäume schon als Einstreu bei Pferden gesehen. So was Ähnliches kann eventuell auch bei anderen Tieren, Kleintieren/Haustieren brauchbar sein. Halt mal ausprobieren. Selbst können wir sie zu vielseitigen Dingen nutzen. Beispielhaft einige bekannte und seltenere Nutzungsmöglichkeiten. Ganz klassisch als Schutz im Gartenbereich. Zum Abdecken von Stauden, frischen Pflanzungen und natürlich als Winterschutz an Rosen.

Ausgediente Weihnachtsbäume

Auch winterfestes Gemüse, wie Feldsalat, kann so vor kalten, austrocknenden Winden oder Sonneneinstrahlung geschützt werden. Gehäckselt finden die Zweige als Mulchmaterial unter Hecken, Sträuchern, Stauden eine sinnvolle Verwendung. Auch als quasi Unterlage, sozusagen unterste Schicht eines Komposthaufens sind sie einsetzbar. Als ganze Zweige untergelegt helfen sie bei der Belüftung von unten. Gleichzeitig verbessern sie den Wasserablauf. Nasser Kompost gelingt nicht so richtig. Natürlich eignen sie sich klein gemacht und eingemischt auch zur Kompostierung. Passend zurechtgeschnitten hübschen ein paar grüne Zweige die oft etwas unansehnlichen Blumenkästen auf. Handwerklich geschickte Mitmenschen fertigen Quirrle, Kleiderhaken und sogar Holzknöpfe aus geeigneten Baumteilen an. Sogar Badezusätze, Tee und Schnaps sind aus den verschiedenen Nadelgehölzen herstellbar. Von Besitzern eines Holzofens weiß ich, dass sie ausreichend getrocknete Bäume verfeuern.

Ob jetzt der Heizwert oder der Duft im Vordergrund steht kann ich nicht einschätzen. Verboten ist auf jeden Fall die Entsorgung in die Landschaft. So nach dem Motto, das Teil kommt doch aus der Natur, dem Wald, da geb ich es wieder dahin zurück. Nach meinem Wissen fällt das unter illegale Abfallentsorgung und ist somit strafbar. Vermeiden sie daher den Christbaum einfach in den Wald, Straßengraben oder so ähnlich zu werfen. Auch wenn in den ersten Wochen des neuen Jahres immer wieder irgendwo welche, oft mit Baumschmuck, rumliegen. Sie sehen es lässt sich einiges mit dem ausgedienten Weihnachtsbaum anfangen. Ihr Ideenreichtum kann sich auslassen. Wer weiß was ihnen noch Brauchbares ganz speziell für sie einfällt.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

Hans Willi Konrtad ist Mitarbeiter beim
Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Bereich Landwirtschaft

10.01.19

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