Jahrhundertflut – 300 überflutete Keller – Autos wurden durch Flutwelle mitgerissen

Fischbach am Sonntag Abend.

KREIS BIRKENFELD. Nach dem Starkregenereignis am gestrigen Sonntag gegen 18 Uhr kam es in der Verbandsgemeinde Herrstein zu einer Jahrhundertflut. Aufgrund der schlimmen Lage wurde Katastrophenalarm ausgelöst.

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Aus zahlreichen Orten wurden überflutete Straßen und voll gelaufene Keller gemeldet. In den Ortslagen Herrstein und Fischbach stellte sich die Lage besonders drastisch dar: Autos wurden von den Wassermassen des über die Ufer getretenen Fischbachs mittgerissen. Hausbewohner konnten ihre Häuser aufgrund des immer weiter ansteigenden Wasserpegels nicht mehr verlassen.

Aus Fischbach wurde gemeldet, dass zwei Häuser in der Hauptstraße zusammenzustürzen drohen und dass deren Bewohner am Fenster stehen und um Hilfe rufen. Über die Rettungsleitstelle Bad Kreuznach wurde die Stützpunktfeuerwehr Herrstein alarmiert. Durch diese wurde ein Großeinsatz eingeleitet und nach erster Sichtung für die Ortslagen Herrstein und Rhaunen Katastrophenalarm ausgelöst.

Vor allem in den Ortslagen Fischbach und Herrstein ist die Lage äußerst schwierig, da sehr viele Häuser von Wassereinbrüchen und Schlamm betroffen sind. In Herrstein wurde ein Industriebetrieb schwer in Mitleidenschaft gezogen, da eine 1,60 Meter hohe Flutwelle innerhalb kürzester Zeit durch die Ortslage geschwappt ist.

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In Fischbach ist eine Brücke schwer beschädigt und ein Großteil der Hauptstraße wurde überflutet. Insgesamt geht die Einsatzleitung aktuell von rund 300 überfluteten Kellern aus. Nach aktuellem Kenntnisstand gibt es keine Verletzten, jedoch werden mehrere betroffene Personen von den Sanitätsdiensten betreut. Einheiten von Feuerwehr, THW und DLRG sind mit der Evakuierung von hilfebedürftigen Personen beschäftigt.

Wassermassen in der Ortslage von Fischbach.

Im Falle eines medizinischen Notfalles besteht, im Rahmen der Zivilmilitärischen Zusammenarbeit die Möglichkeit, Rettungsdienstpersonal mit geländegängigen Rettungsfahrzeugen auf Unimogbasis von der Bundeswehr zum Einsatzort zu bringen.

250 Einsatzkräfte im Dauereinsatz

„Wir können die Menschen heute Nacht nicht unversorgt in ihren Häusern lassen. Vor allem die hilfsbedürftigen Personen brauchen eine sichere Unterkunft“, sagte Einsatzleiter Eberhardt Fuhr, am späten gestrigen Abend.

Gepostet von Michael Schirmer am Sonntag, 27. Mai 2018

Insgesamt sind rund 250 Einsatzkräfte aus den Landkreisen Birkenfeld, Bad Kreuznach, Kusel und Rhein-Hunsrück im Einsatz.

Nahe-News berichtet heute weiter!

red/pdw – 28.05.18

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