CDU übt deutliche Kritik an Bürgermeister-Beigeordnetenwahl

Die neue Verwaltungsspitze der VG Bad Kreuznach.

VG KH. Die Wahl der Beigeordneten in der Spitze der VG-Verwaltung sorgt bei der CDU für Unverständnis. Bei der Wahl am Dienstag, gingen die Christdemokraten mit ihren drei gestellten Kandidaten komplett leer aus.

Hermann Spieß wird zum 1. Beigeordneten vereidigt.

Für die Wahl zum Ersten Beigeordneten wurde die CDU-Bürgermeisterkandidatin, Andrea Silvestri vorgeschlagen. Sie verlor allerdings die Wahl mit 11 zu 15 Stimmen gegen den Ortsbürgermeister von Hochstätten, Hermann Spieß (FWG).

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Zum Zweiten Beigeordneten wählten die Ratsmitglieder den FDP-Mann aus Feilbingert, Arno Bumke (16 Stimmen). Er setzte sich gegen Sabine Espenschied (CDU, Volxheim, 10 Stimmen) durch.
Auch bei der Wahl des Dritten-Beigeordneten hatte die CDU mit ihrem Kandidaten, Mathias Gröhl (Pleitersheim) das Nachsehen. Er verlor gegen den SPD-Kandidaten, Bernd Rudershausen (Feilbingert) mit 10 zu 16 Stimmen.
Alle drei Beigeordneten stammen aus den neuen Ortsgemeinden, die nach Auflösung der VG Bad Münster am Stein in die VG Bad Kreuznach aufgenommen wurden.

Wählerwille wurde mit Füßen getreten

Deutlich Kritik zu diesem Wahlausgang kam vom CDU-Kreisvorsitzenden, Michael Cyfka.
„Mich verwundert es schon, dass man die Fraktion, die den meisten Zuspruch der Wählerinnen und Wähler erhalten hat, aus der Verwaltungsspitze komplett ausschließt. Die CDU ist stärkste Kraft, Andrea Silvestri hat das mit Abstand beste Stimmergebnis aller Ratsmitglieder bekommen. Das wird auch in den kommenden Jahren nicht vom Tisch zu wischen sein. Sie hat bereits im Wahlkampf Fehlentwicklungen klar benannt und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt – das wird sie als Vorsitzende der Opposition auch weiter so handhaben. Hätte Marc Ullrich einen echten Neuanfang für die Verbandsgemeinde gewollt, so wäre der Schulterschluss mit Andrea Silvestri der richtige Weg gewesen. Stattdessen wird der Wählerwille mit Füßen getreten. Aufbruch sieht anders aus.“, betont Michael Cyfka, der Vorsitzende des CDU-Kreisverbands.

Cyfka ist gespannt, wie sich Marc Ullrich zukünftig positioniert. „Ullrich ist als parteiloser Kandidat, aber auf dem Ticket der SPD, angetreten und ins Amt gekommen. Die Beigeordnetenwahl war nur eine von vielen Entscheidungen, an denen man absehen kann, wie es um die Unabhängigkeit des Bürgermeisters tatsächlich bestellt ist“, meint Cyfka. „Er wird zukünftig von vielen Seiten kritisch beäugt und an seinen Ansprüchen gemessen werden“, so Cyfka abschließend.

Heftige Kritik gab es auch von Mathias Gröhl, der sich als Kandidat bei der Wahl des 3. Beigeordneten zur Wahl stellte, und ein Mann aus der alten VG Bad Kreuznach ist.

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„Das Kalkül der Landesregierung, sich die Pfründe zu sichern, ist voll aufgegangen. Der Wahlsieg Marc Ullrichs, des „unabhängigen“ SPD Spitzenkandidaten zum Verbandsbürgermeister der VG Bad Kreuznach bestätigt: Der Ansatz der Brechstange bei der völlig verkorksten Kommunalreform, war für die Genossen sehr erfolgreich. Auch haben CDU eigene Querelen dazu beigetragen, dass ein Neuanfang nun wohl doch auf sich warten lässt“, so Gröhl.

Gröhl hofft von VG Sprendlingen-Gensingen aufgenommen zu werden

Um ein Zeichen zu setzen, dass ein Kandidat aus der alten VG gewählt wird, stellte er sich zur Wahl. “Jetzt ist klar, wofür zu kämpfen lohnt! Da es mir in den letzten acht Jahren nicht gelungen ist, in „unserer“ VG Unterstützung zu bekommen und unsere kleine Gemeinde Pleitersheim es eben sehr schwer hat, dort Gehör zu finden, werde ich mich mehr denn je dafür einsetzten, irgendwann in die VG Gensingen-Sprendlingen aufgenommen zu werden. Dafür sprechen alle Vernunftgründe, da bin ich ganz beim Ortsbürgermeister von Pfaffen-Schwabenheim Hans-Peter Haas. Er hat in diesem Bereich die Belange seiner Gemeinde im Blick. Bleibt zu hoffen, dass mir es in Pleitersheim gelingt dies, den Menschen parteiübergreifend zu vermitteln”, so Gröhl.

 

pdw – 19.04.18

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