Europäischer Dorferneuerungspreis 2018: Duchroth und Oberhausen fit für Europa

Innenminister Lewentz zeigte sich von den Plänen aus Duchroth (Ortsbürgermeister Manfred Porr und Oberhausen (Ortsbürgermeisterin Annelore Kuhn) begeistert.

DUCHROTH / OBERHAUSEN. Für die Teilnahme am „Wettbewerb Europäischer Dorferneuerungspreis 2018“ schickt Rheinland- Pfalz die erfolgreichen Dorferneuerungsgemeinden Duchroth  im Verbund mit Oberhausen an der Nahe in der Verbandsgemeinde Rüdesheim (Landkreis Bad Kreuznach) als geeignete Bewerber ins Rennen. Der alle zwei Jahre stattfindende Dorferneuerungswettbewerb wird von der Europäischen Arbeitsgemeinschaft Dorferneuerung und Landentwicklung mit Sitz in St. Pölten in diesem Jahr bereits zum 15. Mal ausgeschrieben. Im Schnitt sind rund 30 europäische Gemeinden und Regionen die Mitbewerber um den Europäischen Dorferneuerungspreis.

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Das diesjährige Wettbewerbsmotto „Weiter denken“ trägt der Tatsache Rechnung, dass in einer zunehmend komplexen Welt mit jeder Entscheidung und jeder Einzelmaßnahme Auswirkungen auch auf andere Bereiche verbunden sind. Hinzu kommt, dass die dörfliche und ländliche Entwicklung mit Herausforderungen konfrontiert werden, die nicht an räumliche Grenzen stoßen oder mit engstirnigen Antworten zu bewältigen sind. Nicht zuletzt will das Wettbewerbsmotto jene ländlichen Gemeinwesen auszeichnen, die offen für Kooperationen mit ihren Nachbarn sind.

Auch auf Gebietsebene überzeugte Oberhausen / Nahe die Jury beim Wettbewerb “Unser Dorf hat Zukunft” im Jahr 2017

Duchroth und Oberhausen arbeiten bereits sehr intensiv auf interkommunaler Ebene zusammen. So wird beispielsweise der Kindergarten gemeinsam genutzt, es findet ein Austausch der Gemeindearbeiter für verschiedene Projekte statt, es gibt eine gemeinsame evangelische Kirchengemeinde und die DSL-Versorgung wurde zusammen in Eigenleistung realisiert. Von daher sind mit einer gemeinsamen Bewerbung größere Synergieeffekte zu erwarten. Auch für die Zukunft werden große Chancen einer gemeinsamen Entwicklung im Bereich der Ökologie und Landschaftspflege und vor allem im touristischen Bereich gesehen.
„Vor diesem Hintergrund passt diese interkommunale Zusammenarbeit hervorragend zu dem Wettbewerbsmotto „Weiter denken“, hob Minister Lewentz hervor.
Beide Dorferneuerungsgemeinden waren im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ in der Vergangenheit sehr erfolgreich und haben eine herausragende Ortsentwicklung genommen. Duchroth wurde sowohl auf Landesebene 2014 und auf Bundesebene 2016 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Daneben wurde die Ortsgemeinde aufgrund der vielfältigen Initiativen zur Stärkung der Innenentwicklung erstmalig im Jahr 2008 mit dem Sonderpreis für Innenentwicklung in der Dorferneuerung ausgezeichnet.

Duchroth begeisterte die Jury 2017 auf europäischer Ebene. Foto: M.Wolf

Die Ortsgemeinde Oberhausen wurde im Rahmen des Wettbewerbes 2017 auf Kreis- Gebiets- und Landesebene mit einer Goldmedaille ausgezeichnet und erhielt ebenfalls für ihre Bemühungen und Anstrengungen für eine vorbildliche Innenentwicklung einen Sonderpreis Innenentwicklung.
Eine internationale Bewertungsjury wird im Mai/Juni 2018 die Teilnehmergemeinden besuchen und dann im Juli 2018 über die Ergebnisse und Vergabe des Europäischen Dorferneuerungspreises entscheiden.

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„Die Ortsgemeinden Duchroth und Oberhausen sind fit für Europa. Viele Fragen und Probleme die anderenorts zum Teil noch nicht erkannt oder diskutiert werden, hat man dort bereits mit großem Erfolg gelöst”, so Lewentz. „Ich gehe davon aus, dass wir Duchroth und Oberhausen bei der Preisverleihung im September/Oktober 2018 in Fließ in Tirol auf dem Treppchen weit oben sehen werden“, zeigte sich der Minister zuversichtlich.

red – 19.02.18

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