Telefonbetrug: Falscher Neffe ergaunert 30 000 Euro

MAINZ. Weil ein Zornheimer Bürger angenommen hat, seinen Neffen am Telefon zu haben und dieser in Not sei, ist es einem Telefonbetrüger gelungen 30.000 Euro zu erbeuten.
Am Dienstagnachmittag, gegen 16 Uhr ging der erste von vielen Anrufen auf dem Festnetztelefon des Zornheimers ein. Der Betrüger beginnt das Gespräch mit der Frage: „Weißt du wer dran ist?” und vermittelt sehr schnell den Eindruck, er sei der Neffe.
Der falsche Neffe schildert, dass er in einen Verkehrsunfall verwickelt sei, nun mit dem Unfallgegner in einer Werkstatt, in einer Großstadt, in einem anderen Bundesland wäre und dringend 30.000 Euro benötige. Die Polizei möchte er wegen des Unfalls aber nicht einschalten.

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Weil der Anrufer sehr vertraut wirkt, in sehr gutem Hochdeutsch spricht und auch die Stimme sich bekannt anhört, hat der Zornheimer keine Zweifel daran, dass sein Neffe in einer Notlage ist. In einem weiteren Telefonat meldet sich ein angeblicher Rechtsanwalt, gibt sich als Vertreter der Werkstatt aus und erklärt nochmals, wie wichtig es sei, dass der Neffe schnellstmöglich diese Summe erhalten würde.
Noch am gleichen Abend lässt der Zornheimer sich die geforderten 30.000 Euro von seiner Bank auszahlen. Weil der falsche Neffe keine Zeit hat, will die Werkstatt eine Botin schicken. Das Geld wird gegen 18:30 Uhr in Zornheim einer Frau übergeben, die in der Nähe einer Vinothek, auf der Straße wartet. Diese erklärt mit einem Taxi gekommen zu sein und auch wieder abgeholt zu werden. Geschickt schafft sie es dann, sich nach der Geldübergabe sofort zu entfernen und dem Opfer keine Möglichkeit zu lassen, zu erkennen wie sie aus Zornheim wegfährt.

Die Polizei bittet daher insbesondere Taxifahrer, die am Dienstagabend, 9.01.2018 zwischen 18 und 19 Uhr eine Frau von oder nach Zornheim gefahren haben, sich zu melden. Dies gilt auch für Zornheimer Bürger, welchen diese Frau aufgefallen ist.

Die Frau wird wie folgt beschrieben:

– 28 bis 32 Jahre alt

– 165 cm groß – korpulent, – dunkler Teint

– zwei kleine Muttermale im Gesicht 

– lange schwarze Haare, –    

– Brillenträgerin,

– über die Hüfte reichender schwarzer Mantel

– schwarze Hose, –   dunkelbraune Stiefel.

 

Hinweise bitte an die Kriminalpolizei Mainz, Telefon: 06131 – 65 36 33 oder per Mail an: kdmainz.kdd@polizei.rlp.de

 

red – 12.01.18

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